Nachhaltigkeitspreis in Chemnitz verliehen

Chemnitz- Am Donnerstag sind bei der 7. Sächsischen Nachhaltigkeitskonferenz im Opernhaus Chemnitz fünf Persönlichkeiten geehrt worden.

Der Nachhaltigkeits-Preis der sächsischen Carlowitz-Gesellschaft wird an Persönlichkeiten vergeben, die im Sinne der Nachhaltigkeit in die Gesellschaft hineingewirkt haben. Ob in die Weltgesellschaft, die Europäische oder in die Deutsche. Unter den Preisträgern ist Greta Thunberg, die Initiatorin der weltweiten Fridays-for-Future-Bewegung. Am Donnerstag war sie auf der Verleihung nicht anwesend. Die Begründung für den Preis ist, dass sie authentisch für die Rechte ihrer Generation eintrete und weltweit für den Schutz des Planeten begeistert.

Patricia Espinosa Cantellano, Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen wurde als weitere Preisträgerin über Live-Übertragung eingeschaltet. Sie hielt ihre Festansprache und war sichtlich gerührt über den Preis. Ihr Ehemann nahm den Nachhaltigkeitspreis für sie entgegen. Außerdem gehörten zu den weiteren Preisträgern Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung und Präsidentin der Welthungerhilfe, welche seit Jahren sehr bescheiden im Thema Nachhaltigkeit viel bewirkt. Dr. Alexey Kokorin, Leiter des Klimaprogramms des World Wildlife Fund (WWF) Russlands bekam auch einen Preis. Der Fünfte ist Felix Finkbeiner. Der 22-jährige Umweltaktivist und Initiator der Umweltschutzorganisation „Plant-for-the-Planet“ erzählt bei seiner Festansprache wie er auf das Problem des Klimawandels aufmerksam wurde. Als er in der vierten Klasse war, hielt er ein Referat über den Klimawandel in der Schule. Dadurch inspiriert schlug er vor, dass Kinder in jedem Land der Welt eine Millionen Bäume pflanzen sollten. Kurz darauf pflanzte er mit anderen Kindern an seiner Schule einen Baum und gründete somit die Organisation. Die globale Bewegung hat ein großes Ziel: auf der ganzen Welt Bäume pflanzen, um die Klimakrise zu bekämpfen.

Dr. Dieter Füsslein, Vorstandsvorsitzender der Sächsischen Carlowitz Gesellschaft e.V. ist mit den Themen Ökologie und Nachhaltigkeit sehr verbunden. Der Preis wird seit 2013 jährlich an Umweltaktivisten verliehen. Er ist benannt nach dem in Chemnitz geborenen Oberberg-Hauptmann Hans Carl von Carlowitz. Hans Carl von Carlowitz gilt als Schöpfer des Begriffs Nachhaltigkeit. Der in Chemnitz-Rabenstein geborene kursächsische Oberberghauptmann hatte vor rund 300 Jahren den Begriff erstmalig geprägt. Damals in Bezug zu einem nachhaltigen Umgang mit dem Rohstoff Holz. Seit einigen Jahren setzt sich die Hans-Carl-von-Carlowitz-Gesellschaft für ein stärkeres Bewusstsein für Nachhaltigkeit ein.