Mitarbeiter nutzen Firmenjubiläum, um gegen Unternehmens-Aus zu protestieren

Chemnitz – Eigentlich hätten die Mitarbeiter am Samstag einen schönen Anlass zum Feiern gehabt. Immerhin feierte die Union 167 jähriges bestehen. Doch der Anlass hatte eher einen bitteren als einen freudigen Beigeschmack.

Die Mitarbeiter der ältesten Chemnitzer Maschinenfabrik stehen aktuell vor einer ungewissen Zukunft. Im November soll der Standort geschlossen werden. 130 Mitarbeiter stehen dann auf der Straße. Um genau das zu verhindern protestierten am Samstag knapp 80 Unioner mit einer bittersüßen Geburtstagsfeier vor dem Werkstor in der Clemens-Winkler-Straße. Auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig war vor Ort und machte sich für die Mitarbeiter stark.

Einen kleinen Erfolg konnte die Belegschaft sogar am Samstag erzielen. Denn anscheinend hatte es mit der Geschäftsführung eine geheime Absprache mit einem Unternehmen gegeben, Arbeitsmaterial am Samstag aus der Firma zu holen. Seit 2011 gehört das Unternehmen zur Herkules-Gruppe mit Hauptsitz in NRW. Scheinbar soll die Fertigung der bislang in Chemnitz erzeugten Produkte, nach Meuselwitz in Thüringen und Siegen in Nordrhein-Westfalen verlagert werden. Ein Statement seitens der Geschäftsführung gibt es aktuell noch nicht.