GEPLANTES ANWOHNERPARKEN IM WALDSTRASSENVIERTEL WIRD VORERST VERSCHOBEN

Leipzig – Zahlreiche Demonstranten versammelten sich am frühen Dienstagnachmittag für eine Protestaktion am Liviaplatz. Grund dafür ist das geplante, gebührenpflichtige Parken ab 30. Oktober im Waldstraßenviertel. Zwar können Anwohner bei der Stadt einen Ausweis für Bewohnerparken beantragen, jedoch sind sämtliche Gewerbetreibende und Bewohner ohne Hauptwohnsitz im Waldstraßenviertel, von dieser Regelung ausgenommen.

Laut IHK sind 1255 Gewerbetreibende im Waldstraßenviertel betroffen – Handwerksbetriebe noch nicht mitgezählt, da diese von der IHK nicht erfasst werden. Die Petition haben knapp 4.700 Menschen unterzeichnet, was zeigt, dass sich auch viele Anwohner gegen das geplante Bewohner-Parkkonzept im Waldstraßenviertel aussprechen. Daher denkt Juliane Hauschild auch über rechtliche Konsequenzen nach. Doch dazu musste es gar nicht erst kommen. Denn am Dienstagnachmittag wurde offiziell verkündet, dass Oberbürgermeister Burkhard Jung das Anwohnerparken bis zum 31.12.2019 aussetzt. Somit ist ein wichtiger Schritt für die Gewerbetreibenden gegeben, eine gemeinsame Parklösung für alle im Viertel zum 01.01.2020 erfolgreich einzuführen.