16 neue Stolpersteine in Chemnitz

Am Montagmorgen kam es in Chemnitz an den unterschiedlichsten Orten zu einer Feierstunde der besonderen Art. Im Mittelpunkt der Zeremonie standen dabei die, aus Messing bestehenden, Stolpersteine.

Diese tragen seit mehr als 27 Jahren eine große Bedeutung in ganz Europa, denn sie erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Zeit, die man weder vergessen noch schönreden darf. Zur Verlegung an der Theaterstraße fanden sich mehrere Menschen zusammen, um dem Ehepaar Guttmann zu erinnern. Neben Kulturbürgermeister, Ralph Burghart, sprachen auch Schüler des Georgius-Agricola-Gymnasiums und Jürgen Nitsche, Mitglied der Koordinierungsstelle „Stolpersteine Chemnitz“. Bereits seit 2010 engagiert sich dieser für die Aktion Stolpersteine und ist ebenfalls Beiratsmitglied im Verein Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz.

Auf Grund der jüngsten Ereignisse in Hamburg, betonte auch Kulturbürgermeister, Ralph Burghart, wie wichtig auch heute noch das Gedenken ist. Denn auch wenn bereits über 200 Stolpersteine in Chemnitz verlegt wurden, müsse dieses Programm weiter fortgeführt werden. Die Patenschaft für die zwei neuen Steine an der Theaterstraße haben die Schüler des Georgius-Agricola-Gymnasiums übernommen. Insgesamt zieren nun 232 Stolpersteine das Chemnitzer Stadtbild.