6 Prozent mehr Lohn?! (Video)

Kundgebung – Gewerkschaften demonstrieren vor Dresdner Rathaus

Mod:
Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft Ver.Di hat am Freitag erneut zum Streik aufgerufen. Bedienstete aus der Dresdner Stadtverwaltung, dem Klinikum und der Stadtentwässerung demonstrierten vor dem Rathaus für mehr Lohn und Anerkennung.

BE:
6 Prozent mehr Lohn – mindestens aber 200 Euro und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um mindestens 100 Euro. Das fordert die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst. Bei den Verhandlungsführern stießen diese Forderungen bisher auf wenig Anklang. Am Freitag verschafften sich rund 2.000 Gewerkschafter in Dresden gehör. Unter Ihnen war Sonja Franke. Die 57-jährige ist als Erzieherin in der Landeshauptstadt tätig.

// Sonja

„Wir sind es Wert“ – so lautete das Motto mit dem sich die Gewerkschaft gezielt an die Stadtverwaltung richtete. Dresdens Personalbürgermeister Peter Lames (SPD) ist sich den Problemen bewusst. Fast 400 Millionen Euro werden jährlich für Gehälter ausgegeben. Leisten könnte sich die Elbmetropole auch mehr, allerdings:

// Forderung abwägig
Lames

Leidtragende waren am Freitag besonders Eltern und ihre Kinder. Denn in der Landeshauptstadt waren 39 Kitas komplett geschlossen, 48 liefen mit eingeschränktem Betrieb.

// Kitas
Lames

Für ver.di war dies die vorerst letzte Arbeitsniederlegung. Denn ab Sonntag stehen die entscheidenden Tarifverhandlungen in Potsdam an. Dann wird sich zeigen, ob Arbeitnehmer und -geber zu einer Einigung kommen. Ansonsten werden die nächsten Streiks geplant, verspricht Gewerkschaftssekretär Frank Fischer und mahnt:

// Altersarmut

Die Gespräche in Potsdam müssen nun für Einigkeit sorgen. Denn manche Beschäftigten im Öffentlichen Dienst müssen sich täglich Sorgen um ihren Lebensunterhalt oder die Rente machen. Alle Anderen haben am Freitag bewiesen, wie solidarisch in der Branche gekämpft wird.