Abschied von Sigmund Jähn

Chemnitz- Er war der erste Deutsche, der 1978 ins All flog. Zu DDR-Zeiten wurde er durch die Raumfahrt als Volksheld gefeiert. Zum Tod von Sigmund Jähn würdigen ihn nun zahlreiche Personen als Kosmonaut und als Menschen.

So auch die Stadt Chemnitz und Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig. Auf Twitter teilt sie über die Stadtseite mit: „Ich habe Jähn als bescheidenen und klugen Menschen kennen gelernt, der seine sächsischen Wurzeln nie abgelegt hat. Nicht nur in unserem kleinen Kosmonautenzentrum im Küchwald werden wir seiner immer gedenken.“ Im Alter von 82 Jahren starb Jähn am Samstag in Berlin, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt am Sonntag mitteilte.

Mit dem Raumschiff „Sojus31“ startete Sigmund Jähn am 26. August 1978 ins Weltall. Insgesamt war er 7 Tage, 20 Stunden und 49 Minuten im All. Erst 1983 flog Ulf Merbold aus dem Westen als zweiter Deutscher ins All. Obwohl der DDR-Held aus dem Vogtland stammt, war er auch immer wieder in Chemnitz zu Gast. Zuletzt zur Eröffnung des neu eingerichteten „Sigmund Jähn Lehrpfades“ im März 2019. Auch wir denken gern an die Treffen mit dem sächsischen Kosmonauten zurück. Aus diesem Grund gibt es im Anschluss an die Drehscheibe ein Interview aus dem Jahr 2004 mit Sigmund Jähn, welchen wir damals im Schloss Hoyerswerda getroffen haben.