Alte Bahnstrecke wird zu Radweg

Chemnitz- Die neue Kenia-Koalition plant den Anteil der mit dem Fahrrad zurückgelegten Strecken bis 2025 zu verdoppeln. Chemnitz wagt mit einem Radweg-Großprojekt einen Schritt in die richtige Richtung.

Dabei geht es um eine 13 km lange, stillgelegt Eisenbahnstrecke, welche seit 15 Jahren nicht mehr genutzt wird. Die Stadt Chemnitz hat diese Bahntrasse nun nach jahrelangen Verhandlungen von der Deutschen Bahn für ca. 80.000 Euro erworben. Die Bahnstrecke verläuft von Wüstenbrand bis in den Küchwald. Geplant ist ein vier Meter breiter Radweg über die gesamte Gleistrasse. Das Ganze soll jedoch kein Angebot für Touristen sein, sondern den Chemnitzern den Weg in die Innenstadt mit dem Fahrrad erleichtern. Um die Alltagstauglichkeit zu steigern, ist auch eine Direktanbindung zum Radweg von Altendorf in Richtung Schlossteich geplant.

Wie lange es noch dauert, bis der neue Radweg befahrbar befahrbar sein wird, ist noch unklar. Die Strecke muss nämlich abschnittsweise umgebaut werden. Die Planung hat das Tiefbauamt Chemnitz bereits gestartet. Bei den Baukosten rechnet das Tiefbauamt mit einer Millionen Euro pro Kilometer. Die Stadt muss also mit einer riesigen Summe für das Großprojekt rechnen. Deshalb wird auf ein Fördermittelprojekt des Freistaats Sachsen gehofft. Die Abschnitte werden aber bereits nach dem Umbau einzeln befahrbar sein, sodass die Chemnitzer sich nicht mehr allzu lang gedulden müssen. Denn das Ziel ist es, mit deme rsten Bauabschnitt bereits 2021 zu beginnnen.

Doch auch wenn die Anbindung der Außenbezirke an die Innenstadt realisiert wurde, fehlt noch einiges um Chemnitz fahrradfreundlich zu gestalten. Denn weiterhin gibt es viele Verkehrsunfälle mit der Beteiligung von Fahrradfahrern. Dies ist nicht zuletzt der oftmals unübersichtlichen Verkehrslage in Chemnitz geschuldet. An manchen Stellen fehlen die Radwege oder enden im Nichts. Ein Unfallschwerpunkt ist laut Stadt die Kreuzung Bahnhofstraße/Brückenstraße/Augustusburger Straße. Um dieses Problem zu beheben, wurde jedoch bereits Umbaumaßnahmen vorbereitet. So soll unter anderem die Augustusburger Straße auf einen Fahrstreifen reduziert und die Radfahrspur über die Augustusburger Straße verbreitert werden, sodass auch eine Befahrung in beide Richtungen möglich sein wird. Radler können sich also in den nächsten Jahren auf bessere Fahrbedingungen und eine sicherere Fahrt in und um Chemnitz freuen. Vielleicht klappt es dann auch mit dem Plan, mehr Chemnitzer aufs Fahrrad zu bewegen.