Ausnahmezustand in der Innenstadt

Am Montag Abend herrschte ein Ausnahmezustand in der Chemnitzer Innenstadt. Hitlergrußparolen, Flaschen und Steine werfen waren unter anderem Dinge die während der Demonstrationen geschehen sind.

Es war ein beängstigendes und beklemmendes Gefühl, wenn man am Montag Abend durch die Innenstadt laufen musste.

Laut Polizei demonstrierten etwa 7.000 Menschen an diesem Tag im Zentrum.

Die Bürgerbewegung „Pro Chemnitz“ mobilisierte rund 6.000 Teilnehmer am Karl-Marx-Monument, ein Großteil von diesen kamen aus dem rechtsorientierten Spektrum.

Während der Anreisephase verzeichnete die Polizei insbesondere bei den rechten Gruppierungen regen Zulauf von Teilnehmern aus Berlin, Brandenburg, Thüringen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Auf Seiten der Gegendemonstration nahmen etwa 1.000 Teilnehmer der Linken teil.

Schon etwa um 18.00 Uhr kam es zu Störungen zwischen den beiden Demonstrationen am Marx-Kopf, als Gegendemonstranten versuchten einen Banner zu entwenden.

Nach Errichtung einer Fahrzeugsperre konnte schlimmeres verhindert werden.

Kurz darauf begannen Demonstranten am Marx-Kopf verfassungsfeindliche Parolen zu rufen und den Hitlergruß zu zeigen.

Die Polizei dokumentierte die Straftaten mit einer Kamera, gegen die Täter wird nun ermittelt.

Außerdem bewarfen sich beide Demos mit Flaschen und Pyrotechnik.

Der Bürgerbewegung „Pro Chemnitz“ gelang es dabei auf die Gegenseite zu kommen und Gegendemonstranten anzugreifen. Der Polizei gelang mittels Wasserwerfern die beiden Lager wieder zu trennen.

Danach zogen die Teilnehmer der rechtsorientierten Demonstration durch die Innenstadt. Immer wieder ertönten dabei lautstark rechte Parolen, wie „Ausländer raus“.

Bis etwa 21.30 Uhr kam es immer wieder zu kleineren Auseinandersetzungen zwischen beiden Demos.

Auch nach der Beendigung der Demonstrationen konnte die Polizei immer wieder Versuche des gegenseitigen Angriffs verzeichnen.

Die Beamten konnten jedoch größtenteils alle Konfrontationen beenden.

Auch in dieser Woche rechnet die Stadt mit weiteren Demonstrationen, bereits für Donnerstag ist eine weitere Veranstaltung geplant.