Besucheransturm auf Integrationsmesse

Die Jobsuche gestaltet sich oftmals gar nicht so leicht, noch schwerer wird es jedoch, wenn man aus einem anderen Land kommt und zunächst Sprachbarrieren überwinden muss.

Inzwischen wurde einiges dafür getan, um die Menschen, die mit der Flüchtlingswelle in unser Land gekommen sind, zu integrieren.

Ein weiterer wichtiger Schritt konnte auf der Integrationsmesse gemacht werden, die am Mittwoch bereits zum 7. Mal in Chemnitz stattfand.

Im Tietz stellten sich über 20 Arbeitgeber vor und warben um Arbeitskräfte.

Außerdem konnten sich die Besucher an sogenannten „Jobwalls“ über Stellenangebote informieren.

Sprachlotsen, die in verschiedene Sprachen übersetzten, standen zur Unterstützung bereit.

Mit vor Ort war auch Integrationsministerin Petra Köpping. Sie zeigte sich vom Besucheransturm begeistert.

Interview: PETRA KÖPPING, Integrationsministerin

Bereits seit einigen Jahren wird in verschiedenen Branchen händeringend nach Nachwuchs gesucht.

Und auch die IHK Chemnitz stellte verschiedene Ausbildungen und Praktika vor.

Laut Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Wunderlich geben Unternehmen mittlerweile auch immer mehr Migranten eine Chance.

Interview: HANS-JOACHIM WUNDERLICH, Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz

Wünschenswert wäre es jedoch gewesen, wenn ein Vertreter der Stadt Chemnitz vor Ort gewesen wäre, um auch offiziell Gesicht zu zeigen und die Integrationsarbeit der Unternehmen zu würdigen, so Wunderlich.

Ein großes Problem in Sachsen sind jedoch nach wie vor die Vorurteile gegenüber Migranten.

Um diesen eine reelle Chance zur Integration geben zu können, müssen diese dringend abgebaut werden.

Denn dass Integration erfolgreich gelingen kann, zeigt sich immer wieder.

Interview: PETRA KÖPPING, Integrationsministerin

In Sachsen leben aktuell rund 50.000 Flüchtlinge.

Dies entspricht rund 5 Prozent der Gesamtbevölkerung im Freistaat.

Laut Integrationsministerin Petra Köpping hat die Hälfte der zu uns gekommenen Menschen bereits Arbeit gefunden.

Anderen wurden jedoch bislang Steine in den Weg gelegt.

Denn unter den Migranten seien auch einige, die in ihrem Heimatland bislang keine schulische Bildung erhalten haben.

Für diese soll nun eine Möglichkeit geschaffen werden, um sich erfolgreich integrieren zu können.

Interview: PETRA KÖPPING, Integrationsministerin

Nachdem die Integrationsmesse wieder sehr gut angenommen wurde, wird diese voraussichtlich auch im nächsten Jahr wieder stattfinden