Bittere Pille für das Sommerbad Erfenschlag

Eine wirklich bittere Pille mussten der Bürgerverein für Chemnitz-Erfenschlag e.V. Mittwoch Abend schlucken.

Denn der Stadtrat entschied sich mehrheitlich gegen den Neubau des Sommerbades Erfenschlag.

Eigentlich rechnete der Bürgerverein mit einem anderen Ergebnis.

Gerade weil sich im Vorfeld ein Großteil der verschiedenen Fraktionen positiv gegenüber des neuen Konzeptes ausgesprochen hatten.

Dietmar Berger von der Fraktion DIE LINKE war beispielsweise einer der sich überraschenderweise gegen den Neubau des Bades entschieden hatte, obwohl er ein Mitglied des Erfenschlager Bürgervereins ist.

Auf Nachfrage sagte er uns, dass er sich zum ersten Konzept mit sehr viel Engagement für das Sommerbad eingesetzt hatte.

Sogar 2017 war er federführender Partner einer Initiative für das Bad und erreichte damit eine respektable Mehrheit im Stadtrat.

Nachdem aber im zweiten Konzept beschrieben wurde, dass der Verein nicht als Bauherr eintreten kann und der dreifache Preis in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro aufgezeigt wurde, entschied er sich letztendlich gegen das neue Konzept.

Für Dietmar Berger ist es wichtiger aktuelle Projekte anderer Bäder auf kommunaler Ebene voranzutreiben.

Nichts desto trotz findet er es wichtig weiterhin mit dem Verein in Kontakt zu bleiben, um eine Lösung zu finden, wie das Grundstück in Zukunft genutzt werden soll.

Wie der Bürgerverein mitteilte, wird er sich nach der herben Enttäuschung vorerst zurückziehen.

Ganz an den Nagel soll das Projekt aber nicht gehängt werden.

Interview:

Mit der Stadtratsentscheidung wurden insgesamt 4 1/2 Jahre Kampf in den Sand gesetzt.

Unzählige Aktionen wie das Erstellen von insgesamt 2 Konzepten, umfangreichen Diskussionen, Umfragen und Demonstrationen zählten unter anderem dazu.