CFC appelliert an seine Fans

Nachdem das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) am Montag entschieden hatte, dass die Südtribüne für das Spiel gegen den ZFC Meuselwitz gesperrt bleibt, ging ein Aufschrei durch die himmelblaue Fangemeinde.

Grund für die Blocksperre waren die Ereignisse vom 09.03., mit denen Chemnitz erneut bundesweit für negative Schlagzeilen sorgte. Bevor das Spiel gegen den VSG Altglienicke begann, gedachte die Südtribüne einem langjährigen Fan des Chemnitzer FC, der den Kampf gegen den Krebs verloren hatte. Einziger Haken, Thomas H. war Gründer der HooNaRa und stand ebenfalls im Zusammenhang mit den Ausschreitungen in Chemnitz nach dem gewaltsamen Tod von Daniel H.

Das Zeichen, das damit durch die Fans gesetzt wurde, brachte den CFC sowie die Stadt erneut in Verruf.  Die Konsequenz aus dem Verhalten der Fangemeinde, war eine völlige Umstrukturierung des Vereins sowie empfindliche Strafen durch den NOFV. Wie der Chemnitzer FC nun bekannt gab, gibt es Hinweise, dass die himmelblauen Fans die gerichtlich auferlegte Blocksperre umgehen wollen.  Damit würden sie ihrem Verein jedoch mehr schaden als nutzen.

Im Falle einer Zuwiderhandlung gegen die Sanktionen des Sportgerichts würden dem Chemnitzer FC nämlich satte Strafen drohen, die durchaus auch den Aufstieg in die 3. Liga gefährden könnten. Darum appelliert die Mannschaft dringend an ihre Fans, dies nicht zu tun.  Der Verein betonte nochmals, dass es sich bei der Sperre nicht um eine Maßnahme des CFC handle, sondern um die Umsetzung der im Urteil festgelegten Strafe.

Es sei daher enorm wichtig, dass sich die Fans daran halten, auch wenn sie die Blocksperre für nicht gerechtfertigt halten. Andernfalls würde dem CFC erheblicher Schaden entstehen, der in einer Ausweitung der Blocksperre sowie Punktabzug oder Strafversetzungen enden könnte. Daher gilt für das Spiel am Samstag, dass die Blöcke 19 und 20 ausschließlich den Fans des ZFV Meuselwitz vorbehalten sind.  Wer kleine Schwenkfahnen mit einer Stocklänge von maximal 1,50m hat, darf diese gern mitbringen, Blockfahnen, Zaunfahnen, Banner und Plakate sind hingegen im Bereich der Osttribüne strengstens untersagt.

Außerdem bleibt der Fanstand geschlossen. Wahre Fans sollten sich dringend an die Auflagen des Sportgerichts halten, um ihrem Club nach dieser wirklich guten Saison nicht auf der Zielgerade noch den Aufstieg zu gefährden.