Chemnitz als Testregion für 365-Euro-Ticket?

Chemnitz- Das 365-Euro-Jahresticket für Bus und Bahn ist wieder in aller Munde. Viel getan hat sich in Chemnitz bisher jedoch nicht.

Nachdem die SPD nun öffentlich kritisierte, dass die Stadtverwaltung sich nicht um die Förderung des Tickets bemühe, bezieht die Stadt Chemnitz Stellung. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig erklärte am Donnerstag dazu, dass der Beschluss des Stadtrates selbstverständlich umgesetzt wird. Um das Projekt zu finanzieren, bewirbt sich die Stadt nun als ÖPNV-Modellregion bei der Bundesregierung. Denn insbesondere für Chemnitz ist ein funktionierender ÖPNV dringend notwendig. Das Klimaschutzpaket der Bundesregierung sieht vor, in zehn Städten bzw. Regionen das 365-Euro-Jahresticket im Öffentlichen Nahverkehr zu testen. Einnahmeverluste würden für die Zeit kompensiert, in der ein Fahrschein pro Tag umgerechnet nur einen Euro kostet.

Ob das 365-Euro-Jahresticket auch umgesetzt wird, wenn Chemnitz keine Modellregion wird, ist noch ungewiss. Der Modellversuch soll möglichst viele Bürger überzeugen, auf die Nutzung von Bus und Bahn umzusteigen. Denn um nachhaltig das Klima zu schützen, muss der öffentliche Nahverkehr günstiger und für jeden finanzierbar werden. Wann die Bundesregierung entscheidet, in welchen Städten das 365-Euro-Jahresticket getestet wird, ist der Stadt Chemnitz noch nicht bekannt.