Chemnitz hat gewählt

Chemnitz- Bei durchwachsenem Sonntagswetter, hatten die Chemnitzer zum zweiten Mal eine schwierige Entscheidung zu treffen. Unter insgesamt fünf Kandidaten waren die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, ein neues Stadtoberhaupt zu wählen.

Bereits seit 8 Uhr hatten die Wahllokale in sämtlichen Stadtteilen geöffnet. Bei dem ersten Wahlgang am 20. September, hatten bereits 30.400 und somit 18 Prozent der Wahlberechtigten, ihre Stimme per Briefwahl eingereicht. Im zweiten Wahlgang waren es laut Stadt Chemnitz sogar 19,5 Prozent der Wahlberechtigten, die ihre Stimme per Briefwahl verteilten. Während im zweiten Wahlgang oft eine niedrigere Wahlbeteiligung festgestellt wird, wirkte die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ähnlich hoch wie vor drei Wochen.

Wie die Stadt selbst auch mitteilte, nahm der Anteil an Briefwählern sogar noch einmal zu. Waren es vor drei Wochen noch 18 Prozent der Wahlberechtigten, stieg diese Anzahl im zweiten Wahlgang auf 19,5 Prozent an. Zusätzlich zu den 19,5 Prozent Briefwählern waren 14 Uhr 22,5 Prozent der Wahlberechtigten in den Wahllokalen vor Ort. Damit ist die Wahlbeteiligung im zweiten Wahlgang genauso hoch wie im ersten Wahlgang. Damit herrscht in diesem Jahr eine deutlich höhere Wahlbeteiligung als vor sieben Jahren im zweiten Wahldurchgang. Damals wurde nur eine Wahlbeteiligung von knapp 32 Prozent erreicht.

Wir waren für Sie vor Ort und haben einige Chemnitzer zur Wahl befragt. Dabei wurden bereits erste Prognosen für den zweiten Wahlgang abgegeben. Während am Sonntag vor drei Wochen die Aussicht auf einen zweiten Wahlgang recht deutlich war, gibt es am 11. Oktober definitiv eine Entscheidung. Denn im zweiten Wahlgang muss der Gewinnerkandidat nicht über 50 Prozent der Stimmen erhalten, sondern nur die meisten Stimmen auf seinem Konto verbuchen. Am 20. September konnten Sven Schulze von der SPD und Almut Patt von der CDU die meisten Stimmen auf ihren Konten verbuchen. Nicht einmal zwei Prozent trennten diese beiden Kontrahenten. Doch auch Kandidaten wie Susanne Schaper von den Linken, nutzte ihre Chance und ergatterte sich die Unterstützung von den Grünen.

Mit dieser Hilfe wird es wohl zu einem spannenden Wahlsonntag kommen. Doch zunächst sind alle Entscheidungen der Chemnitzer gefallen und die Bürgerinnen und Bürger haben ihr Kreuz gesetzt. Für die übrigen fünf Oberbürgermeisterkandidaten heißt es nun bangen und hoffen.