Chemnitzer Schocken

Chemnitz- Seit Donnerstag, dem 27.02. kann im Foyer des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz eine neue Ausstellung bestaunt werden.

Die Ausstellung „Der Bauhausstil – Markenzeichen des Schocken-Warenhauskonzerns“ wird im Erdgeschoss präsentiert. Kaufhaus Schocken ist die Bezeichnung mehrerer Warenhäuser des ehemaligen westsächsischen Einzelhandelskonzerns. Die Eigentümer des Warenhaus-Konzerns waren die jüdischen Gebrüder Salman und Simon Schocken.

Im Foyer des smacs hängen nun für knapp fünf Wochen 16 Tafeln, diese schlagen den Bogen vom Schockenkonzern über die Gestaltungslehre des Bauhaus in Dessau, bis zu dem Architekten Bernhard Sturtzkopf und den drei sächsischen Schocken-Warenhäusern. Fotografien und ein Film kompletieren die Ausstellung. Im Freistaat Sachsen befinden sich drei Kaufhäuser des Schocken-Konzerns, die zwischen 1928 und 1930 entworfen und errichtet wurden. Während das Warenhaus Schocken in Chemnitz weltbekannt ist, da es der erfolgreiche Architekt Erich Mendelsohn entwarf, wurden die anderen beiden Kaufhäuser in Crimmitschau und Oelsnitz im Erzgebirge von Bernhard Sturtzkopf geplant. Bei den Vorbereitungen für die Ausstellung wurde umfangreich zu seinem Leben und zum Werk recherchiert. Er war Mitarbeiter von Walter Gropius, Gründer des Bauhauses, und war an den Bauten in Dessau beteiligt.

Die Ausstellung „Der Bauhausstil – Markenzeichen des Schocken-Warenhauskonzerns“ im smac kann vom 27.02.2020 bis 05.04.2020 besucht werden. Der Zugang zum Foyer und zur Ausstellung ist kostenfrei. Am 19.03.2020 um 18 Uhr wird es einen Vortragsabend geben.