Corona: Weitere Lockerungen im Sport und Projekte zur Entwicklungszusammenarbeit

Dresden- Staatsregierung und Landessportbund planen gemeinsam weitere Lockerungen im Sport. Außerdem unterstützt Sachsen Projekte zur Pandemieeindämmung mit 200.000 Euro. Dies gaben heute Innenminister Roland Wöller, Staatskanzleichef Oliver Schenk und Dorothea Trappe, Geschäftsfüherin des Entwicklungspolitischen Netzwerkes Sachsen e.V. im Online-Pressebriefing bekannt.

Lockerungen im Bereich Sport

Training und Wettkämpfe in und auf Sportstätten werden im Freistaat Sachsen mit Inkrafttreten der neuen Corona-Schutz-Verordnung ab dem 6. Juni 2020 für jede Sportart wieder möglich sein. Allerdings müssen Hygienekonzepte erstellt und befolgt werden. Publikum ist weiterhin nicht zugelassen. Mindestabstände sind hingegen nicht mehr erforderlich. Darüber hinaus dürfen auch Hallenbäder wieder öffnen, wenn ein seitens der zuständigen kommunalen Behörde genehmigtes Hygienekonzept vorliegt.

Über diese geplanten weitreichenden Lockerungen der bisher geltenden Beschränkungen für das Sporttreiben in Zeiten der Corona-Pandemie hat Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller in Abstimmung mit dem Landessportbund Sachsen (LSB) heute die Öffentlichkeit in Dresden informiert.

»Die gegenwärtige Entwicklung der Pandemie ermöglicht uns diese Lockerungen. Auch im Bereich des Sports setzen wir nun noch stärker auf die Eigenverantwortung der Sportler und Vereine. Wir geben die Hygieneregeln nicht mehr pauschal vor, sondern erwarten von den Fachverbänden die Erstellung sportartspezifischer Hygienekonzepte«, sagte Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller. »Vereine sowie Veranstalter von Wettkämpfen sollen darauf aufbauend dann eigene Konzepte erstellen. Damit ermöglichen wir unseren Sportlerinnen und Sportlern bestmögliche Trainings- und Wettkampfbedingungen und tragen der fortdauernden Pandemie Rechnung. Dies ist insbesondere ein wichtiges Signal für den Kinder- und Jugendsport«, so Wöller.

LSB-Präsident Ulrich Franzen: »Wir freuen uns über die weiteren Lockerungen für den Sport in Sachsen. Gerade Mannschafts- und Kontaktsportarten können somit wieder regulär trainieren. Die neue Regelung bringt aber nicht nur mehr Freiheiten mit sich, sondern verpflichtet den Vereinssport auch weiterhin, Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu treffen. Wir appellieren deswegen an unsere Mitgliedsorganisationen und alle Sporttreibenden im Freistaat: Bitte halten Sie sich an die gültigen Hygieneauflagen!«

 

Entwicklungszusammenarbeit: Freistaat unterstützt Projekte zur Pandemieeindämmung mit 200.000 Euro

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie weitet der Freistaat Sachsen seine Unterstützung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit aus: Für entsprechende Projekte unter anderem in Afrika werden in diesem Jahr zusätzlich 200.000 Euro bereitgestellt.

Staatskanzleichef Oliver Schenk sagte: »Covid 19 ist ein globales Problem. Sachsens Möglichkeiten sind begrenzt, in kleinem Rahmen können wir aber etwas tun. Ziel des Sonderprogramms ist es, mehrere Präventions-Projekte auf den Weg zu bringen. Die Unterstützung soll Menschen in den ärmsten Ländern der Welt zugutekommen, die besonders hart von der Pandemie betroffen sind.«

Weil es in vielen Ländern Defizite in der Gesundheitsfürsorge und kaum intensivmedizinische Krankenhausplätze gibt, sind Maßnahmen zur Eindämmung und Prävention dort besonders wichtig.

Es gibt bereits erste Projektvorschläge für Vorhaben unter anderem in Afrika. Dabei geht es beispielsweise um die Verbesserung hygienischer Bedingungen an Schulen, das Aufstellen lokal produzierter Handwaschstationen oder die Ersatzbeschaffung eines Beatmungsgerätes für ein Krankenhaus.

In dem Zusammenhang würdigte Schenk das Engagement der Nichtregierungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Sachsen und rief dazu auf, deren Projekte zusätzlich mit Spenden zu unterstützen.

Mehr als 60 Nichtregierungsorganisationen haben ihre Kräfte in der 1995 gegründeten Dachorganisation Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen (ENS) gebündelt.

Netzwerk-Geschäftsführerin Dorothea Trappe sagte: »Unterstützung für aktive Zivilgesellschaft im Globalen Süden ist aktuell dringend nötig. Die Partnerinnen z.B. in Burkina Faso möchten Masken nähen und verkaufen sowie ihre Frauengruppen zum sicheren Schutz vor Covid19 informieren. In Tansania sollen Beatmungsgeräte angeschafft werden. Wir müssen jetzt schnell und unkompliziert helfen, denn die ganzen Ausmaße der Pandemie sind im Globalen Süden bislang noch nicht absehbar. Insofern kommt der Fonds gerade zur rechten Zeit. Erfreulich ist, dass der Freistaat nicht nur an die Menschen in Sachsen denkt, sondern auch zunehmend Verantwortung in der Welt übernimmt und global denkt.«

(Quelle: Sächsisches Staatsministerium des Innern, Sächsische Staatskanzlei)