CORONAVIRUS: WHO BERUFT NOTFALL-AUSSCHUSS EIN

Chemnitz- Eine Lungenkrankheit breitet sich vehement in China aus. Nun sorgt sich die Welt: Kann der Coronavirus uns auch erreichen?

Während harmlose Typen des Erregers eher zu leichten Erkältungen führen, bringt der nun aufgetretene Virus schwere Atembeschwerden, hohes Fieber oder eine Lungenentzündung mit sich. Nachdem innerhalb kürzester Zeit die Zahlen der Infektionen rapide anstiegen und einige Menschen der Erkrankung erlagen, rief die Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, für Mittwoch einen Notfallausschuss zusammen. Dort soll darüber debattiert werden, wie mit der Krankheit umgegangen werden soll. Nachdem circa 220 Krankheitsfälle gemeldet wurden, bestätigte China, dass sich der Virus von Mensch zu Mensch ausbreiten kann.

Das Robert-Koch-Institut hingegen, geht weniger von einer Pandemie aus, da es noch keine Belege für jene Übertragungsweise gibt. Laut Expertenmeinungen sei die Ausbreitung des Virus außerdem noch in einem sehr frühen Stadium. Begonnen hatte alles in Wuhan, wo mehr als zehn Millionen Einwohner leben. Vergleichsweise seien die Zahlen noch sehr gering, weswegen trotzdem in Alarmbereitschaft geblieben werden muss. Um zu verhindern, dass sich der Virus weiterhin ausbreitet, werden in öffentlichen Gebieten Kontrollen unternommen, wie zum Beispiel die Fiebermessung durch Infrarotthermometer an Flughäfen. In Deutschland fordern einige Parteien dringend die Kontrollmaßnahmen diesbezüglich zu verschärfen, damit auch Reisende nach dem beliebten chinesischen Neujahrsfest in einigen Tagen kein zusätzliches Risiko darstellen. Vorstellbar wären Grenzkontrollen oder die Einrichtung spezialisierter Behandlungszentren.

Wie letztlich mit dem Virus umgegangen werden soll, entscheidet morgen das Expertenteam der WHO.