Das letzte Kapitel muss noch geschrieben werden

Chemnitz- Unter einem großen Medienrummel, wurde am Freitag das Chemnitzer Stefan-Heym-Forum eröffnet. Zusammen mit Inge Heym und Ulrike Uhlig von der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft, führte die noch amtierend Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig durch das neugestaltete Areal.

Wichtigste Kritikerin an diesem Tag, Inge Heym selbst. Diese zeigte sich jedoch gerührt und begeistert von der Umsetzung im TIETZ. Nur dank der großzügigen Schenkung der Witwe Heyms, war es überhaupt möglich, ein derart umfangreiches Forum zu gestalten. Bereits bei der Besichtigung sagte Inge Heym, dass sie das Arbeitszimmer an ihr zu Hause erinnert. Neben der großzügigen Spende der Möbel und Unterlagen aus ihrem Arbeitszimmer, hatte Inge Heym auch noch eine weitere Überraschung für Chemnitz.

Mit einer derartigen Sammlung an persönlichen Unterlagen und Werken, werde besonders auch die jüngere Generation angesprochen. Denn besonders wer die DDR-Zeit nicht erlebt hat, kann in dem neuen Forum einen umfangreichen Einblick erhalten. Gerade für die Nachwendegeneration, sei dies laut Inge Heym besonders wichtig. Stefan Heym pflegte zu sagen: Das letzte Kapitel müsse noch geschrieben werden. Seine Ehefrau meinte am Freitag: Mit der Eröffnung des Forums sei das letzte Kapitel nun geschrieben. Dies sieht die Vorsitzende der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft, Ulrike Uhlig jedoch anders.

Ab sofort könne das Forum jederzeit von Chemnitzern und Besuchern benutzt werden. Dabei findet man auch ganz persönliche Dinge des Chemnitzer Schriftstellers. So liegt mittlerweile auch seine allseits bekannte Baskenmütze vor Ort. Wer selbst einmal in das einmalige Arbeitszimmer von Inge und Stefan Heym eintauchen möchte, kann dies mit einer Anmeldung und Begleitung eines Mitarbeiters tun. Laut Barbara Ludwig, soll dieses Zimmer weiterhin seinen Nutzen für Forschungszwecke behalten, schließlich sei es kein Museum.