Die Treuhand im Fokus der Kunst

Chemnitz- Unter dem Titel: „Preis der Zukunft“ beginnt am Donnerstag die zweite Chemnitzer Kunstbiennale Pochen. Auch in diesem Jahr kann der Besucher wieder in die Geschichte unseres Landes eintauchen.

Im 30. Jahr der Wiedervereinigung Deutschlands, steht ein ganz besonderes Thema im Mittelpunkt: die Treuhand. Die Veranstalter und Kuratoren, wie Benjamin Gruner, haben sich ganz bewusst für dieses zentrale Thema entschieden. Neben der geschichtlichen Ausstellung an sich, haben auch einige Kunstwerke selbst, einen historischen Hintergrund. So zum Beispiel auch das plakative Objekt „Sturzlage“. Hinter dem Wirrwarr an roten Stühlen, steckt eine beeindruckende Geschichte aus DDR-Zeiten. Neben den hervorstechenden Objekten, gibt es auch einige Gegenstände die nicht wirklich Still stehen. Bei dem Objekt „Jackpot“ wird der Traum des kleinen Mannes eindrucksvoll verdeutlicht. Auf dieser Installation, rattern in einer deutlichen Lautstärke 50.000 Ein-Cent-Münzen im Kreis. Durch diesen ewigen Kreislauf wird ein System aus Versprechen, Verknappung und Aufschub hervorgehoben. Während in der Ausstellung solche Besonderheiten oft ins Auge stechen, weiß Co-Kuratorin, Sabine Maria Schmidt, der Teufel steckt oft im Detail.

Bei all den internationalen Künstlern, konnten bei der Ausstellung „Preis der Zukunft“ auch Menschen aus der Region zu Wort kommen. Direkt Gegenüber der großen Ausstellungshalle, erwarten die Besucher Eindrücke und Erlebnisse von Menschen aus dem Osten Deutschlands. Neben der Ausstellung im Wirkbaugelände werden auch Veranstaltungen an anderen Standorten stattfinden. Auch das allseits bekannte Karl-Marx-Monument soll Teil der diesjährigen Biennale werden. Alle Informationen rund um Pochen, finden Sie auf der Website: www.pochen.eu.