Drohende Standortschließung: Mitarbeiter protestieren vor Callcenter

Die Stimmung war aufgeheizt am Dienstagnachmittag auf dem Johannisplatz in Chemnitz. Rund hundert Majorel-Beschäftigte hatten sich versammelt und protestierten gegen den Abbau Ihrer Arbeitsplätze. Denn der Betreiber des Callcenters will  zum Jahresende schließen. Tatsächlich fanden Verhandlungen statt, Informationen aus dem Rathaus zufolge ging es dabei allerdings um Sozialpläne. Der Abbau der Arbeitsplätze am Standort Chemnitz scheint beschlossene Sache zu sein, der Betreiber stehe zu seiner unternehmerischen Entscheidung. Aus Sicht der Gewerkschaft macht die Schließung keinen Sinn, die Marktlage gäbe einen weiterbetrieb des Callcenters her, zumal in der aktuellen Zeit derartige Dienstleistungen gefragter denn je seien. Die Kündigung der Mitarbeiter wäre eine der umfangreichsten Massenentlassungen  seit Jahren. Oberbürgermeister Sven Schulze führte schon im November letzten Jahres Gespräche mit dem Unternehmen allerdings erfolglos.  Die Gewerkschaft kann nun nur noch an Majorel appellieren.