„Existenzangst macht auch krank“

Sachsen- Der zweite Lockdown ist für viele Ladenbesitzer mittlerweile zur Existenzbedrohung geworden. Um auf ihre anhaltend schlechte Situation aufmerksam zu machen, versammelten sich deshalb Friseure und Kosmetiker am Donnerstag auf dem Chemnitzer Marktplatz.

„Wir machen schön und nicht krank“, „Existenzangst macht auch krank“ sind nur einige Sprüche die am Donnerstag vor dem Rathaus Chemnitz zu sehen sind. Mit Abstand und Maske kämpften hier Frieseure und Kosmetiker für ihre Unternehmen. Ebenfalls mit vor Ort, Corinna Knorr. Sie war die Veranstalterin und ist Geschäftsführerin mehrerer Friseurläden.Bereits seit Mitte Dezember dürfen die Friseure ihre Salons nicht mehr öffnen. Während dabei die Einnahmen aus bleiben bestehen weiterhin die Ausgaben. Eine Verlängerung des Lockdowns bis über Mitte Februar hinaus würde für viele den Bankrott bedeuten.

Die versprochenen Unterstützungspakete der Regierung sollten eigentlich das Überleben des Salons sichern, doch bist jetzt kamen weder die zugesicherten Mittel an, noch können aktuell die Hilfs-Pakete beantragt werden.Ein offener Brief soll nun genauer die Problematik der Situation aufzeigen. So wünschen die Friseure unter anderem die sofortige Öffnung der Friseurgeschäfte, Nagelstudios und der Kosmetikbranche. Aber auch die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf 90% ab dem ersten Tag wird gefordert.

Bis zu weiteren Entscheidungen der Regierung ist es ein Hoffen und Bangen. An Aufgeben denkt hier aber niemand. Mut machen die Versprechungen aus der Politik. Wenn der 7-Tage-Inzidenz-Wert unter 100 fällt, gäbe es eine Chance auf Lockerungen.Dabei sollen besonders Kitas, Schulen und Friseursalons von diesen profitieren.Wie es dabei aber für Kosmetikstudios ausgeht, ist aktuell noch nicht klar.