Falknerei schließt ihre Tore

Chemnitz- Der Falke – dieses elegante und jagdorientierte Krafttier hat bei uns Menschen schon immer eine gewisse Bewunderung ausgelöst.

Auf dem Schloss Augustusburg konnte man diese majestätischen Greifvögel und viele andere Vogelarten in der 1992 gegründeten Falknerei lange Zeit hautnah erleben. Doch zum Ende des vergangenen Jahres trennten sich die Wege des Schlosses und des Falkners Michael Löbel. Bereits 2017 begann dieser mit der Umsiedlung seiner Falken nach Wolkenstein. Der langjährigen Zusammenarbeit sei dabei einvernehmlich ein Ende gesetzt wurden.
Doch was steckt hinter dem Aus der Falknerei? Wir haben bei der Geschäftsführerin der Augustusburg Patrizia Meyn nachgefragt.

Damit ist nun die jahrhundertelange Falknereitradition auf Schloss Augustusburg beendet und der Weg frei für die Zukunft. Nachdem die Nordbrücke zwischen Torhaus und Nordtor für eine Million Euro fertiggestellt werden konnte, hat nun auch die alte Falknerei Sanierungsbedarf.

Ob es eine weitere Zukunft für die Falknerei gibt, ist also noch nicht klar. Doch der Wandel kann auch für etwas gutes sorgen. Durch die Veränderung im Schlossgelände können die Besucher nun wieder die historische Schlosslinde in ihrer ganzen Pracht bestaunen. Diese zählt mit der Pflanzung im Jahr 1421 zu den ältesten Bäumen deren „Wurzeln“ urkundlich belegt sind. Die Vogelfans unter ihnen müssen jedoch nicht traurig sein, denn noch bis September ist die Ausstellung „Duckomenta“ zu Gast auf Schloss Augustusburg und sorgt für den ein oder anderen Schmunzler.