Gedenktafelenthüllung der ehemaligen Astra-Werke

Zum Gedenken an die Zwangsarbeiter im ehemaligen Gebäude der Astra-Werke wurde am Freitag feierlich eine Gedenktafel enthüllt.

Die Tafel soll an die rund 1.600 im Nationalsozialismus beschäftigten Kriegsgefangenen, KZ-Häftlinge und Zwangsarbeitern des Werkes erinnern.

Diese mussten zwischen 1939 – 1945 für die deutsche Rüstungsindustrie arbeiten verrichten.

Des weiteren betrieb die SS ab 1944 ein Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg mit mehr als 500 Frauen und Mädchen auf dem Gelände des Werkes.

Interview:

Heute ist kaum noch vorstellbar, unter welchem seelischen Druck, Demütigung und körperlicher Belastung die Arbeiter standen.

Die Frauen mussten in dem Außenlager zudem unter schlechtesten Bedingungen leben.

Interview:

Die Firmengründung der Astra Werke erfolgte 1921 mit dem Ziel, Rechenmaschinen mit einer Zehnertastatur auf den Markt zu bringen.

Über die Jahre bis 1933 konzentrierten sich die Werke auf das produzieren von Büromaschinen.

Während des zweiten Weltkriegs wurde diese Produktion immer weiter reduziert.

Bis 1944 stieg die Herstellung von Rüstungsgütern auf 80 Prozent.

Nach dem Weltkrieg bestand der Betrieb noch bis 1990 und baute ausschließlich Buchungsmaschinen.

Heute befindet sich in dem Haus unter anderem die Landesdirektion Sachsen.