Immer mehr Rentner in der Altersarmut

Immer mehr Chemnitzer Rentner sind auf staatliche Hilfe angewiesen. Innerhalb der letzten zehn Jahre ist die Zahl der Empfänger von sogenanntem Alters-Hartz-IV hier um 50 Prozent gestiegen. Alleine die Zahl der Bezieher der Grundsicherung stieg in den letzten zehn Jahren in Chemnitz von rund 1.500 auf 2.300. In ganz Sachsen gibt es heute ein Viertel mehr Rentner als noch 2008.
Die Gewerkschaften fordern deshalb, dass die Grundrente der Bundesregierung so schnell wie möglich auf den Weg gebracht werden sollte. Andernfalls könnte es zur Altersarmut in der Stadt führen. Eine der Hauptursachen für niedrige Renten sind geringe Einkommen. Denn auch Personen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, landen im Alter oftmals unterhalb der Armutsschwelle. Auch Teilzeit oder Minijobs treiben den Trend voran. Deutschlandweit sind bereits jetzt rund 16,8 Prozent der Rentenempfänger von Altersarmut bedroht.
Mit der gesetzlichen Grundrente würden Personen, die mindestens 35 Jahre lang gearbeitet haben und trotzdem unter die Grenze von 896 Euro Rente kommen würden einen Zuschuss erhalten. Dieser kann bis zu mehreren Hundert Euro betragen. Jährlich würde diese Reform der Grundrente Kosten in Höhe von etwa fünf Milliarden Euro verursachen.