KONJUNKTUR WEITERHIN IN SCHWÄCHEPHASE

Chemnitz- Die zweite Konjukturumfrage der Industrie- und Handelskammern ist beendet. Im Gegensatz zu dem positiven Bericht seitens der Handwerkskammer, zieht sich die Schwächephase im Industrie und Handelsbereich weiterhin durch.

Nicht nur die Geschäftserwartung sondern auch die Einschätzungen der aktuellen Lage für die kommenden Monate fallen gedämpft aus. Der Grund hierfür sind unter anderem eine schwächer laufende Weltwirtschaft, ungelöste Zoll- und Handelsstreitigkeiten, Sanktionen in wichtigen Zielmärkten, der EU-Austritt Großbritanniens sowie steigende Kosten- und Bürokratiebelastungen. Obwohl nach den Rekordwerten zur letzten Umfrage, die Bauindustrie etwas verhaltener agieren, lassen wachsende Aufträge wieder ein erfolgreiches Jahr 2019 für diese Branche erwarten.

Auch bei den Geschäftserwartungen sinkt der Optimismus. Insbesondere in der Industrie wurden die Prognosen nach unten korrigiert. Allein der Handel ist optimistischer als in der Vorumfrage. Zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit seien verbesserte Standortfaktoren dringend notwendig, so Dieter Pfortner, Präsident der IHK Chemnitz. Dennoch bewertet weiterhin eine deutliche Mehrheit von 55 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut, nur sieben Prozent sind unzufrieden.

An der Konjunkturumfrage der IHK Chemnitz beteiligten sich 669 Unternehmen mit rund 34.000 Beschäftigten aus den Wirtschaftsbereichen Industrie, Bau, Handel, Dienstleistungs- und Güterverkehrsgewerbe.