Neues Tempolimit für Südring

Der Südring ist eine der wichtigsten Straßen in Chemnitz. Um 1970 wurde diese gebaut, mit dem Ziel, die Verkehrsanbindung zwischen den einzelnen Stadtteilen zu verbessern und das Verkehrsaufkommen im Zentrum zu minimieren.

Bisher galt auf dem ganzen Südring Tempo 70, doch nun droht der mehrspurigen Straße eine Begrenzung auf 50 km/h.

Schon in den vergangen Jahren kam es immer wieder zu Beschwerden durch Anwohner, dass der Verkehrslärm immer weiter zunehme.

Besonders der Abschnitt zwischen Helbersdorfer Straße und Stollbergerstraße im Stadtteil Helbersdorf war von der steigenden Lärmentwicklung betroffen.

Bereits im Vorfeld hatte die Stadt auf die Klagen der Anwohner am Südring reagiert und in nahegelegenen Wohngebieten, wie an der Paul-Bertz-Straße, sogenannten Flüsterasphalt auf der Straße aufgebracht.

Auch aktuell wird ein weiterer Abschnitt in der Nähe des Stadtparkes mit dem Asphalt beschichtet.

Nach der Vielzahl von Beschwerden, lies die Wochnungsbaugenossenschaft Chemnitz-Helbersdorf (WCH) in diesem Jahr ein Gutachten zur Lärmermittlung erstellen.

Aus dem Gutachten des Ingenieurbüros für Lärmschutz „Förster & Wolgast“ging hervor, dass Lärmüberschreitungen von bis zu 14 decibil zu verzeichnen waren.

Das entspricht ungefähr der Lautstärke eines Fernsehers in Zimmerlautstärke.

Da die Statistiken der vergangenen Jahre jedoch gezeigt haben, dass der Lärmpegel trotz Flüsterasphalt seit 2011 um 2 decibil gestiegen ist, fordert die SPD, etwas gegen die Lärmentwicklung zu unternehmen.

Jörg Viehweg sieht dafür mehrere Möglichkeiten, dazu zählt unter anderem eine Geschwindigkeitsbegrenzung.

„Der Südring muss leiser werden! Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch: ‚Grüne Welle‘ auf dem Südring für weniger Anfahrgeräusche und zusätzlich Tempo 50 zwischen Wladimir-Sagorski-Straße und Stollberger Straße. Jetzt muss sich das Tiefbauamt dazu äußern, wie es weitergehen soll.“

Laut Freie Presse stimmt auch Michael Schlicke von der WCH zu, dass sich an der Lärmentwicklung etwas ändern muss.

Negativ bewertet er jedoch, den schon aufgebrachten geräuschdezimierenden Asphalt.

Man hätte im Vorfeld schon erahnen können, dass dieser auf einer Bergstrecke nicht sehr effektiv sei.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung würde das Lärmproblem aber auch nicht lösen, so Schlicke.

In Punkto „Grüne Welle“ sind sich jedoch alle einig.

Diese würde den erhöhten Lärm durch anfahrende Fahrzeuge sowie den Emmisionsausstoß enorm verringern.