Oberbürgermeisterwahl muss in die zweite Runde gehen

Plauen- Nach der Wahl ist vor der Wahl. Besonders wenn man auf die Oberbürgermeisterwahl in Plauen schaut. Obwohl die Bürgerinnen und Bürger gewählt haben, gibt es noch kein neues Stadtoberhaupt.

Mit vor Ort war auch noch Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, dieser gibt sein Amt nun nach 20 Jahren ab. Da es zu keiner absoluten Mehrheit kam, müssen die Plauener bereits in drei Wochen erneut eine Entscheidung fällen. Als vorläufiger Sieger des vergangenen Sonntagabends geht CDU-Kandidat Steffen Zenner hervor. Mit 33,54 Prozent lag dieser über zehn Prozent vor der Kandidatin Silvia Queck-Hähnel, die insgesamt 23,51 Prozent der Wähler für sich gewinnen konnte. Mit 16,78 Prozent beansprucht Lars Buchmann den dritten Platz für sich und versicherte seinen erneuten Antritt am 4. Juli.

Bereits im Laufe des Sonntagabends kristallisierten sich zwei Favoriten heraus. Schon mit den ersten Bekanntgaben wurde klar, dass der Wahltag positiv für Steffen Zenner enden könnte. Dieser war bereits während des Abends sehr mit seinem Ergebnis zufrieden. Obwohl Oberbürgermeisterkandidat Thomas Haubenreißer nur 6,54 Prozent der Stimmen für sich sichern konnte, war dieser durchaus mit dem Ergebnis zufrieden. Die größte Enttäuschung stand CDU-Mitglied Ingo Eckart ins Gesicht geschrieben. Mit 8,3 Prozent der Wählerstimmen konnte dieser nur 0,8 Prozent mehr Stimmen einsammeln als sein Konkurrent von den Freien Sachsen, Thomas Kaden.

Deutlich positiver gestimmt war die vorläufig Zweitplatzierte Silvia Queck-Hähnel. Schlusslicht mit nicht einmal vier Prozent war Andreas Ernstberger. Trotz der wenigen Stimmen schließe er einen erneuten Antritt nicht aus. Bereits im Laufe des Tages zeichnete sich eine erhöhte Wahlbeteiligung bei den Plauenern ab. Von insgesamt 51.961 berechtigten Wählern haben 25.137, also fast 49 Prozent, ein Kreuz auf dem Stimmzettel vorgenommen. Nun heißt es erneut Bangen für die Kandidaten. Innerhalb der nächsten Tage wird sich herauskristallisieren, welche Kandidaten erneut zur zweiten Wahlrunde antreten werden. Die Kandidaten, die sich für einen erneuten Antritt entscheiden, müssen in den nächsten Wochen noch einmal sämtliche Wähler mobilisieren. Denn bereits am 4. Juli heißt es zur zweiten Wahlrunde: Plauen hat gewählt.