Provokante Ausstellung am Nischel

Eine provokante Kunstaktion hat am Donnerstag zum Nachdenken, Diskutieren und Reflektieren angeregt.

Zehn riesige Wölfe zeigten sich von 10 bis 19.30 Uhr vor dem Karl-Marx-Monument.

Fünf davon zeigten den Hitlergruß, einige griffen an, wiederum andere hatten Augenbinden um und waren angeleint.

Mit dem Aufstellen der Bronzewölfe und den Spruchbannern möchte der Künstler Rainer Opolka ein Zeichen gegen zunehmende Gewalt und Hass setzen.

Außerdem will der Künstler mit dieser Aktion einen Rückblick in die Vergangenheit geben. So war der Hitlergruß beispielsweise die Geste einer Gesellschaft, an deren Ende verbrannte Kinder, Auschwitz und 50 Millionen Tote standen.

Zudem bezeichneten sich die Nationalisten in der Vergangenheit als Wölfe.

Den Ort seiner Ausstellung im Zentrum von Chemnitz wählte der Künstler aus, um vor allem mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und von ihnen zu lernen.

Denn nur so ist es möglich Probleme aufzuarbeiten.

Schon nach einem kurzen Aufenthalt in der Stadt machte er verschiedene Erfahrungen, mit unterschiedlichsten Menschen, die die Ausstellung besuchten.

Laut Opolka brauchen wir Mittel gegen die Angst und das hitzige Fieber, welches unser Land ergriffen hat und Lösungen Gegen Hass und Gewalt.

Kommt es nicht zum Dialog aller, so drohe in der Gesellschaft eine Spirale des eskalierenden Streits, so der Künstler.