Rentnerin abgezockt

Chemnitz- Eiskalt abgezockt wurde eine 72-Jährige Chemnitzerin. Gabriele Lorenz ist eine von vielen, die von der Rabatt Club Plus UG aus Dresden hinters Licht geführt wurde.

Alles begann ganz harmlos, als die Rentnerin für ihrem damaligen Hund Leckerlis im Internet bestellen wollte. Doch das Unglück ging damit erst los. Denn nach nur zwei Wochen wurde ihr mitgeteilt, dass ihr Abo für das Hundefutter aufgrund von Lieferengpässen gekündigt wurde. Einen Monat später begann der Rabatt Club 29,99 Euro pro Monat von ihrem Konto abzubuchen. Die Abzüge erfolgten jedoch unter dem Namen der Firma „NOVALNET“. Aufgrund des Todes ihres Ehemannes und damit zusammenhängenden gesundheitlichen Problemen, unternahm die Chemnitzerin zunächst nichts. Somit entschloss sich Gabriele Lorenz, ihren Vertrag mit Hilfe der Website „Abo Alarm“ zu kündigen.

Nachdem Sie zunächst keine Antwort auf ihre Kündigung erhielt und weitere Abbuchungen auf ihrem Konto erfolgten, versuchte sie mit dem Rabatt Club telefonisch in Kontakt zu treten. Daraufhin versendete sie die Kündigung per Einschreiben. Nur wenige Zeit später besuchte Sie ein Mitarbeiter des mysteriösen Rabatt Clubs. Dieser versicherte ihr, dass sie ihr Geld zurück bekommen würde, falls sie bisher nichts gewonnen hatte. Wie zu erwarten passierte jedoch nichts und Gabriele bekam keinen Cent. Es folgte also das zweite Kündigungsschreiben. Da wurde es auch der 72-Jährigen zu viel. Sie wandte sich an die Verbraucherzentrale um Hilfe zu erhalten. Corina Jähn nahm sich der Sache an und half ihr aus der Abofalle. Betroffen von der Abzocke sind überwiegend ältere Personen. Gabriele Lorenz will verhindern, dass noch mehr Rentner vom Rabatt Club abgezockt werden. Deshalb teilt Sie ihre Geschichte mit uns. Doch wie kann man sich im Internet vor solchen Abofallen schützen?

Nach 2 Jahren hat es Gabriele Lorenz endlich aus der Abofalle geschafft – Und ist leider 720 Euro ärmer. Doch auch nachdem der Vertrag gekündigt war, erhielt die Chemnitzerin noch einen Brief von dem Rabatt Club. Darin setzten die Mitarbeiter Gabriele Lorenz erneut unter Druck und verwiesen sie an ihren Rechtsanwalt. Außerdem sollten Verbraucher aufpassen, wenn es Situationen gibt, in denen Zeitdruck vorgespielt wird oder in denen sie sich besonders schnell für etwas entscheiden sollen. Gefährlich sind außerdem sehr lukrativen Angeboten, welche eigentlich keine sind. Sie sollten in solchen Fällen nochmal prüfen und überlegen ob sie so einen Vertrag wirklich eingehen wollen.

Rechtlich wollte Gabriele jedoch nicht gegen die Firma vorgehen. Sie ist nun definitiv vorsichtiger geworden und hofft mit ihrer Geschichte Andere vor dem gleichen Schicksal zu bewahren. Verbraucher sollten laut Corina Jähn, nicht aus Scham einfach zahlen und sich nicht davor scheuen Rat zu suchen.