Sächsische Staatsregierung zu Gast in Oberwiesenthal

Chemnitz- Zu einem Besuch der besonderen Art kam es am Freitag und Samstag in Oberwiesenthal. Anlass für die Anreise der Sächsischen Staatsregierung war die geplante Kabinettssitzung. Bevor es jedoch zu dem wichtigen Termin kam, nutzten die Regierungsmitglieder die Chance, sich die Umgebung im Weltkulturerbe genauer zu betrachten.

Aus diesem Grund ging es am Freitag in Neudorf am Bahnhof los. Nachdem die Kabinettsmitglieder von dem örtlichen Landrat begrüßt wurden, ging es mit der historischen Dampflock zur Fichtelbergbahn. Bei schönstem Winterwetter, genossen alle Beteiligten den Anblick über das Erzgebirge und tankten noch einmal Kraft für den kommenden Tag, wo es einiges zu besprechen gab. Unter anderem wurde am Samstag das Sofortprogramm „Start 2020“ für den Freistaat beschlossen. Dieses beinhaltet vor allem drei wichtige Schwerpunkte. Erreichtes bewahren, Neues ermöglichen und Menschen verbinden.

In diesen drei Punkten sind Themen wie die Erhöhung des Meisterbonus, die Schaffung von 300 Studienplätzen im Bereich Lehramt, eine stärkere Förderung für Denkmalschutz und Städteneubau, sowie die Stärkung der Freiwilligendienste festgehalten. Außerdem wolle man auch den Blick in die Zukunft richten. Da künstliche Intelligenz ein immer größeres Thema werde, wolle man sowohl eine Strategie entwickeln, als auch den KI-Hub des Bundes in Dresden unterstützen. Gerade Ministerpräsident Michael Kretschmer freut sich über die Beschlüsse und verdeutlicht, welche Vorteile damit verbunden sind.

Neben dem Ministerpräsidenten, war auch Wirtschaftsminister Martin Dulig vor Ort. Er betonte, dass Sachsen auch in Zukunft ein Autoland sein werde. Gerade im südwestsächsischen Raum habe die Automobil- und Zulieferindustrie eine enorme Bedeutung. Trotz der vielen Inhalte in dem Programm betont Michael Kretschmer die Wichtigkeit aller 170 Projekte. Durch den Koalitionsvertrag 2019 bis 2024 wurde sich seitens der Koalitionsfraktionen geeinigt, Finanzmittel zielgerichtet für innovative, wirtschaftsfördernde, ökologische und soziale Maßnahmen einzusetzen. Insgesamt 1,1 Milliarden Euro stehen in der aktuellen Legislaturperiode zur Verfügung. Im Umfang von 220 Millionen Euro wird nun schon kurzfristig ein Teil dieser Maßnahmen mit dem beschlossenen Sofortprogramm umgesetzt.