ST. GEORG KLINIKUM ENTWICKELT INNOVATION IN DER NEUGEBORENENMEDIZIN

Leipzig – Nach vielen Jahren der Forschung startet ab August eine neue Methode im Neugeborenenscreening. In Leipzig wird sie am Klinikum St. Georg bereits seit 2013 angeboten, hier lag auch der Schwerpunkt der Forschung.

Neugeborenenscreening – ein national entwickeltes Programm zur Untersuchung an Neugeborenen. Hierbei werden Test auf bestimmte angeborene Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen durchgeführt. Am Klinikum St. Georg in Leipzig wurde nun eine neue Methode zu Früherkennung von schweren Immundefekten, maßgeblich entwickelt.

„Das neue Screening bietet Kindern mit schweren Immundefekten größere Überlebenschancen durch frühere Diagnose und Behandlung und kann langwierige, für Eltern und kinder psychisch belastende Aufenthalte im Krankenhaus vermeiden.“, so Prof. Dr. Michael Borte.

Der Test wird bereits seit 2013 im Rahmen eines Forschungsprojekts am Klinikum St. Georg allen Müttern kostenlos angeboten, die ihr Kind im Klinikum zur Welt bringen. Ab August wird es nun auch in das bundesweite Screening aufgenommen. Das eine solche Innovation maßgeblich in Leipzig vorangetrieben wurde freut auch Staatsministerin Barbara Klepsch.
„In Deutschland sind nur rund zwei Prozent der Betroffenen diagnostiziert. Dass der neue test maßgeblich am Klinikum St. Georg, unterstützt durch Fördermittel des sächsischen Staatsministeriums für Soziales entwickelt wurde und nun deutschlandweit zum Einsatz kommt, macht mich stolz.“

Bereits sein gesamtes Leben hat Christoph Mählmann mit einem Immundefekt zu kämpfen. Bei ihm gab es zum damaligen Zeitpunkt jedoch noch keine eindeutige Diagnose bis er zu Prof. Borte und seinem Team kam.
Um in Zukunft Schicksalsschläge wie die von Mählmann verhindern zu können ist die innovative Methode aus Leipzig ein großer Schritt. Die Forschung ist jedoch noch am Ende angekommen und lässt noch viele Wege offen. Borte und sein Team forschen deshalb auch in Zukunft an neuen Methoden um das Neugeborenenscreening weiter voranzutreiben.