Talentierte Tüftler zeigen sich auf Erfindermesse

Anmod: Kreative Köpfe haben am Wochenende ihre Erfindungen und Designideen in der Stadthalle Chemnitz präsentiert. Bei der Maker Faire stand aber nicht nur das Präsentieren im Vordergrund, sondern vor allem das Ausprobieren und Entdecken.

Fast jeder hatte schon einmal eine Idee für eine neue Erfindung. In den meisten Fällen verweilt sie jedoch leider nur als Hirngespinst weiter.
Doch es gibt ein paar wenige Menschen, die den Versuch wagen ihre Ideen umzusetzen und einer breiten Masse zu präsentieren.

So untere anderem bei der Erfindermesse „Maker Faire“ die am Wochenende in der Stadthalle Chemnitz stattgefunden hat.

„Anfassen und Ausprobieren“ wurde bei dieser Veranstaltung groß geschrieben.

Auf der Messe gab es viele interessante Mitmachstationen, wie einen Programmierkurs für Kinder zu sehen.

In diesem wurden den Kids spielerisch die Elemente der Programmentwicklung beigebracht.

Auch mit Robotern konnten sowohl kleine, als auch große Kinder experimentieren oder sogar bei einem Bot-Konzert das Tanzbein schwingen.

Neben den interaktiven Events präsentierten Entwickler und Designer ihre innovativen Ideen den Gästen.

Einer der jüngsten Teilnehmer war der 10 Jahre alte Quinn Lemnitzer.

Bereits im letzten Jahr, holte er sich den ersten Platz beim Deutschen Multimedia Preis mb21, mit seiner Erfindung.

Interview:

Nicht nur die Platten sind handgemacht, auch den Plattenspieler hat der junge Erfinder aus LEGO-Mindstorms selbst gebaut und eine Software dazu geschrieben.

Je nach Farbkombination der Perlen gibt der Plattenspieler verschiedene Tonfolgen wieder.

Mit Computertechnik kennt sich auch Designerin Roswitha Petersen aus.

Allerdings bringt sie nichts zum Klingen, sondern stellt aus ausgedienten Leiterplatinen, außergewöhnliche Schmuckstücke her.

Interview:

Durch verschiedenen Bearbeitungsverfahren entsteht so aus dem alten Elektroschrott hochwertiger Schmuck.

Auch das Thema Lebensmittel weckte das Interesse der Besucher.

So will ein Dresdner Unternehmen den Gartenanbau revolutionieren.

Mit ihrer weltweit einzigartigen Idee namens „BottleCrop“ werden Salate und Kräuter in einer Flasche herangezüchtet, ganz ohne Erde.

Interview:

Im Gegensatz zu normalem Salat, der auf dem Feld wächst, ist der „BottleCrop“-Salat viel ressourcenschonender.

Ein normaler Salat verbraucht ungefähr 120 Liter Wasser, bei dem Salat aus der Flasche werden hingegen nur 2 Liter benötigt.

Insgesamt präsentierten sich auf der Maker Faire circa 60 Erfinder und Designer mit ihren Ideen.

Wer seine eigene Idee einmal realisieren und vorstellen will, der hat auch im nächsten Jahr die Möglichkeit dazu.

Denn auch 2019 wird es wieder eine Maker Faire geben.