Tipps vom Fachmann für den Reifenwechsel

Nachdem wir die vergangenen Monate von sommerlichen Temperaturen verwöhnt wurden, hält nun der Herbst Einzug.

Die Temperaturen sinken und das bedeutet für Autofahrer wie jedes Jahr, höchste Zeit für´s Reifenwechseln!

Nach einer Faustregel wird der Wechsel immer von „O“ bis „O“ vollzogen.

Für den Fall, dass es glatt wird, sollten die Autos mit wintertauglichen Rädern von Oktober bis Ostern bereift sein.

Was der Unterschied zwischen Sommer- und Winterreifen ist, erklärt KFZ-Meister Benjamin Irmscher.

Winterreifen sind an einem Alpine-Symbol erkennbar, in dem sich eine Schneeflocke befindet.

Sollten die Reifen nicht gewechselt werden, läuft der Fahrer Gefahr, einen Unfall wegen beispielsweise einer zu glatten Fahrbahn zu verursachen.

Aber auch ein liegenbleiben des Autos muss in Kauf genommen werden, wenn viel Schnee auf bergischen Strecken liegt.

In der heutigen Zeit ist es meist schwierig, den Reifen selbständig zu wechseln, da in den meisten Autos sogenannte „Reifendruckkontrollsysteme“ verbaut sind.

Wenn man ein älteres Auto besitzt oder kein Kontrollsystem verbaut ist, kann es jedoch ohne viel Aufwand möglich sein, den Reifen zu wechseln.

Dabei sollte dennoch auf verschiedene Faktoren geachtet werden.

Zuerst sollten die Radschrauben gelöst werden.

Anschließend wird das Auto mit einem Wagenheber oder einer Hebebühne angehoben.

Sobald das Auto sicher angehoben wurde, wird der Reifen abmontiert und durch einen Winterreifen ersetzt.

Beim Festschrauben sollten die Schrauben dann zum einen über Kreuz montiert werden, um eine gleichmäßige Spannung beim Festziehen der Schrauben zu erzeugen.

Zum anderen sollte die richtige Drehmomentzahl verwendet werden, um eine Beschädigung der Schrauben oder des Gewindes zu vermeiden.

Bei Stahlfelgen sollte im Allgemeinen ein Wert von etwa 110 Newtonmeter und bei Alufelgen 120 Newtonmeter verwendet werden. Diese Angaben können jedoch je nach Hersteller variieren.

Nachdem der Wagen wieder runter gelassen wurde, muss unbedingt im Nachgang mit einem Drehmomentschlüssel der Reifen nachgezogen werden.

Sobald die Reifen dann ordnungsgemäß angebracht wurden, muss nur noch der Reifendruck kontrolliert werden.

Die genaue Angabe wie viel Bar auf den Reifen gehören, findet man auf der Innenseite des Tankdeckels oder auf der Innenseite der Fahrertür.

Es sollten in der Regel etwa 0,2 Bar mehr Druck verwendet werden, als angegeben.

Nach einer Fahrstrecke von etwa 50 – 100 Kilometern sollten die Reifen nochmals kontrolliert werden, ob sie fest sind.

Mit diesen Tipps vom Fachmann steht einem ordnungsgemäßen Reifenwechsel nichts mehr im Weg.