TU-Chemnitz eröffnet einzigartiges Forschungszentrum

Bewegliche Computerchips, auf der Haut auftragbare Sensoren, diese Zukunfstvisionen können schon bald der Wirklichkeit angehören, denn an der TU-Chemnitz wurde am Dienstag ein neues Forschungszentrum feierlich eröffnet.

Der Neubau mit dem Namen „Zentrum für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen“, kurz „MAIN“, ist Europaweit das erste Forschungszentrum, was sich mit dem Thema nanomembran-basierter Materialien auseinandersetzt.

Das sind winzig kleine Teile, die durch ihre im Nanobereich bestehende Größe flexibel werden.

Anwendung können die neuen Materialien beispielsweise in der mobilen Kommunikation, Medizin- und Energietechnik finden.

Mit dem neuen Forschungszentrum wird außerdem eine Plattform geschaffen, die es ermöglicht viele herausragende Arbeiten von Forschergruppen an der TU Chemnitz zu bündeln und ein effizienteres entwickeln der Materialien zu gewährleistet.

Damit wurde eine wichtige Brücke zwischen Grundlagenforschung und technischer Umsetzbarkeit geschaffen.

Bereits jetzt befindet sich die Region Chemnitz-Dresden auf dem Gebiet der anorganischen und hybriden flexiblen Nanomembranen weltweit an führender Stelle.

Die neue Forschungseinrichtung bedeutet nicht nur für die TU-Chemnitz eine internationale Bekanntheit, auch die Stärkung der wissenschaftlichen Landschaft in Sachsen wird damit weiterhin gewährleistet.

Für das Forschungszentrum wurden insgesamt 34,3 Millionen Euro vom Freistaat Sachsen investiert.

Das knapp 4.000 Quadratmeter große Gebäude bietet Platz für etwa 100 Wissenschaftler.

Außerdem ist es mit hochmodernen Laboren, Büros und Reinräumen zum Forschen ausgestattet.

Damit einer Kommunikation über mehrere Ebenen nichts entgegen steht, sind außerdem sogenannte „Wissensgärten“ geschaffen worden.

In diesem können Forscher verschiedener Fakultäten zusammenkommen und neue kreative Ideen gemeinsam entwickeln.