Umfangreiches Sanierungskonzept für Schlossteichinsel

Die Geschichte des Chemnitzer Schloßteiches geht bis in die Gründungszeit des Benediktinerklosters im 12. Jahrhundert zurück, die ersten gärtnerischen Anlagen entstanden in den 1860er Jahren.

In dieser Zeit entstand auch die Insel im Gewässer und entwickelte sich schnell zu einem beliebten Erholungsort in der Stadt.

Ab 1954 schmückte der Musikpavillon das Areal und wurde seitdem für zahllose Veranstaltungen genutzt.

Nachdem das Gebäude in den vergangenen Jahren wegen Baufälligkeit gesperrt werden musste, laufen seit einiger Zeit umfangreiche Sanierungsarbeiten.

Die Wiederherstellung des Kleinods kostet rund 180.000 Euro.

Über einen längeren Zeitraum hinweg hatten verschiedene Bürgergruppen sich für die Renovierung des Musikpavillons stark gemacht.

Im vergangenen November konnten sie der Stadt Bürgerspenden in Höhe von 17.000 Euro überreichen.

Mit dem Pavillon im Zentrum soll die Schloßteichinsel nun wieder ein Ort zum Erholen aber auch Feiern werden.

O-Ton: Michael Stötzer

Die Sanitäranlage ist aber nicht die einzige Maßnahme zur Wiederbelebung der Insel als Veranstaltungsort.

So soll der Natursteinbelag auf dem Platz vor dem Pavillon neu verlegt und verfugt werden.

Außerdem soll geprüft werden, ob ein Wasser- bzw. Abwasseranschluss installiert werden kann. Dies ist aufgrund der Insellage allerdings schwierig, so die Stadt.

Im Zuge der Aufwertung soll auch der Spielplatz erneuert werden. An der zehn Jahre alten und stark frequentierten Anlage seien Abnutzungserscheinungen sichtbar.

Um das Erscheinungsbild der Schloßteichinsel zu verbessern soll gleichzeitig auch öfter gereinigt und die Abfallkörbe geleert werden.

All das steckt im Konzept über das am Mittwochnachmittag der Chemnitzer Stadtrat abstimmt.

Die Stadt hofft, einen Großteil der für die Neugestaltung benötigten 400.000 Euro über Fördertöpfe zu erhalten.

O-Ton: Michael Stötzer

Eine generalüberholte Schloßteichinsel soll im Übrigen auch eine Rolle bei der Bewerbung der Stadt Chemnitz um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 spielen.

Sie ist dabei Teil eines Areals zu der auch der Schlossberg, die Küchwaldbühne und der Konkordiapark gehören.

Was hier stattfinden könnte, muss allerdings noch erarbeitet werden.