Urteile gefallen

Gut anderthalb Monate nach dem Prozessauftakt im Fall des im vergangenen Jahres im Stadtpark getöteten Syrers ergingen am Mittwoch die Urteile gegen die beiden Angeklagten.

Den inzwischen 21 und 26 Jahre alten Männern wurde vorgeworfen, ihr 21-jähriges Opfer gemeinschaftlich getötet zu haben.

Das Gericht entschied in beiden Fällen auf Totschlag.

Der 26-Jährige gestand zum Prozessauftakt die Tat und wurde nun zu acht Jahren Haft verurteilt.

Die Verteidigung hatte auf Körperverletzung mit Todesfolge plädiert und beantragte eine Haftstrafe von maximal drei Jahren.

Der 21-jähriger Mittäter hingegen, wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt und muss für sieben ein halb Jahre hinter Gitter.

Sein Verteidiger wollte einen Freispruch für seinen Mandanten.

Das Gericht folgte mit seinen Urteilen jedoch weitestgehend den Anträgen der Staatsanwaltschaft.

Diese hatte für beide Täter acht Jahre Haft gefordert.

Am 10. September hatten sich die beiden Täter mit dem späteren Opfer im Stadtpark getroffen.

Offenbar waren die 21-Jährigen und ehemals besten Freunde in die selbe Frau verliebt und wollten sich im Park aussprechen.

Zur Unterstützung wurde der damals noch 25 Jahre alte Täter mitgenommen.

Dieser hatte, laut Aussage im Prozess, zu seinem eigenen Schutz vorsichtshalber ein Messer eingesteckt.

Wie er zum Prozessauftakt angab, fühlte er sich durch eine Aussage des späteren Opfers gekränkt und in seinem Ehrgefühl verletzt.

Er stach zu, gleich zweimal.

Daraufhin verschwanden die beiden und ließen den Schwerverletzten zurück.

Passanten hatten den leblosen Mann einen Tag später in der Nähe des Sportcenters gefunden und die Rettungskräfte alarmiert.

Es kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Der 21-Jährige war verblutet.