Vor Coronapause – Heimsieg für Chemnitz Crashers

Chemnitz- Der vorerst letzte Auftritt der Crashers war kein Selbstläufer. Das Spiel fand ohne Zuschauer im Livestream statt. 150 Fans unterstützten ihre Crashers am heimischen Monitor. Für ihr Eintrittsgeld bekamen sie ein Match zu sehen, was sich gewaschen hatte. Die diszipliniert spielenden Tornados machten es den Chemnitzer nicht leicht, unbezwingbar blieben sie aber nicht.

Schon in den ersten Spielminuten machten die Tornados Druck, scheiterten aber am Keeper. Das starke Pressing der Nieskyer ließ keine Zweifel über den Siegwillen der Mannschaft aufkommen. Doch die Crashers blieben cool und hielten dem Anfangsdruck stand. Und so fiel dann auch das erste Tor durch Tobias Rentzsch für die Crashers. Damit war allerdings noch lange kein Deckel auf dem Spiel. Die Nieskyer machten den Crashers das Leben schwer und glichen zum 1:1 aus. Bis zur Pause blieb es beim unentschieden.

Im 2. Drittel legten die Tornados dann noch ein Scheit nach und brachten die Crashers so richtig ins Schwitzen. Das engagierte Arbeiten der Nieskyer führte dann auch zum 1:2 und damit  Führung für die Gäste. Ein verdeckter Schuss, schwierig zu halten. Das folgende 1:3 zementierte dann wenig später die Führung der Lausitzer. Der Rückstand schien den Lokalmatadoren  allerdings Aufwind zu geben: so konnte sieben Minuten vor Ende des 2. Drittels der Anschlusstreffer durch Richard Poljew erzielt werden. Nach drei großen Chancen der Chemnitzer, nutzte Tornado Niesky allerdings einen Rebound, um den Vorsprung wieder auf 2:4 auszubauen. Damit gingen die Chemnitzer mit Rückstand in das letzte Spieldrittel.

Ob es in der Spielpause mahnende Worte in der Kabine gab, ist nicht überliefert, aber was dann am Ende aufs Eis gezaubert wurde, war großes Kino. Die Crashers spielten wie entfesselt und wurden in der Folge für ihr Engagement belohnt. Nach dem 4:4 erzielt durch Karel Nowotny verwandelte Victor Braun zum 5:4 und schoss die Crashers zum Ende des Spieles in Führung. Zwar konnten die Nieskyer noch einmal einen Anschlusstreffer erzielen. Das nachfolgende 6:4, ebenfalls erzielt durch Braun, war dann aber das letzte Tor der Partie. Ein Sieg, der höher hätte ausfallen können, wenn die Chemnitzer ihre Leistung im letzten Spieldrittel das ganze Spiel über abgerufen hätten.

Kurz vor der Corona bedingten Pause kamen die Fans in einen ganz besonderen Genuss, das Spiel wurde live gestreamt. So konnten die Fans an den heimischen Geräten mitfiebern und mit ihren entrichteten  Eintrittsgeldern den Verein auch finanziell unterstützen.