Zeugen nach Brandstiftung in Mittweida gesucht

Weihnachten ist ja eigentlich das Fest der Liebe.

Anstatt den ersten Weihnachtsfeiertag jedoch ruhig im Kreise der Familie feiern zu können, mussten zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei und des Rettungsdienstes am 25. Dezember nach Mittweida ausrücken.

Gegen 18 Uhr wurde dort ein Brand in einem Haus in der Weberstraße gemeldet.

Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, stand der Dachstuhl des Hauses bereits in Flammen.

Schnell wurde der Ernst der Lage klar, denn das Feuer drohte auf die Nachbarhäuser überzugreifen.

Interview: René Schröder, Gemeindewehrleiter Mittweida

Das Brandhaus selbst war unbewohnt, die benachbarten Häuser jedoch nicht. Die Bewohner wurden evakuiert und im Rathaus vorübergehend untergebracht.

Interview: René Schröder, Gemeindewehrleiter Mittweida

Über Stunden kämpften bis zu 100 Einsatzkräfte in der Mittweidaer Innenstadt gegen die Flammen. Die beengten Platzverhältnisse sowie die baulichen Gegebenheiten stellten sich dabei als problematisch heraus.

Interview: René Schröder, Gemeindewehrleiter Mittweida

Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehrkräfte konnte eine Beschädigung des Nachbarhauses nicht verhindert werden, da beide Häuser baulich miteinander verbunden waren.

Sobald das Feuer gelöscht war, nahmen Brandursachenermittler ihre Arbeit auf. Wie sich inzwischen herausstellte, handelte es sich bei dem Feuer offenbar um Brandstiftung.

Dies bestätigt auch Zeugenaussagen.

Denn dem Brand war ein explosionsartiger Knall voraus gegangen. Zeugen sahen daraufhin nach, was vorgefallen war und bemerkten zwei Personen, die sich schnell vom Brandort entfernten.

Daher bittet die Polizei nun um Mithilfe aus der Bevölkerung. Es werden weitere Zeugen gesucht, die das Geschehen vor Ort ebenfalls beobachtet haben und Angaben zu den beiden Personen sowie ihrem Aufenthaltsort geben können. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Mittweida unter der Telefonnummer 03727/9800 entgegen.

Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, kann bislang noch nicht beziffert werden.

Eins ist jedoch klar, die betroffenen Familien sowie die Einsatzkräfte hätten sich mit Sicherheit ein schöneres Weihnachtsfest vorstellen können.