Zu wenig Plätze in Nardt – Landeshauptstadt nimmt Brandmeisterausbildung in die eigene Hand (Video)

An der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule werden im Freistaat normalerweise alle Berufsfeuerwehrmänner ausgebildet. Jede Kommune erhält pro Ausbildungsjahrgang eine bestimmte Zahl an Plätzen zugewiesen. Bei der Dresdner Berufsfeuerwehr scheiden in den nächsten Jahren altersbedingt viele Kameraden aus. 20 Brandmeisteranwärter wollte die Landeshauptstadt in Nardt ausbilden lassen. Nur zwölf Plätze hat Dresden jedoch genehmigt bekommen – zu wenig. Das Brand- und Katastrophenschutzamt der Landeshauptstadt hatte jedoch bereits einen Plan B in der Reserve: Beim Bau der Feuerwache Albertstadt hatte man Anbauten für Trainings- und Übungsmöglichkeiten bedacht. Im April 2016 ging die Wache in Betrieb und wurde seither weiter ausgebaut. Rund 3,25 Millionen Euro investierte die Stadt in zwei Anbauten, eine Übungshalle hat die Feuerwehr auf dem Gelände nahe des Stadtarchivs diese Woche in Betrieb genommen. Noch dieses Jahr soll auch das Brandübungshaus einsatzfähig sein. Der Spezialbau ist eine echt Besonderheit. Er wurde exakt nach den Wünschen und Vorstellungen der Dresdner Feuerwehr konzipiert. Dabei steht in Übigau bereits ein Übungshaus. Das entstand in den 90ern und ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Der neue Komplex im Dresdner Norden gibt der Landeshauptstadt nun die Möglichkeit das Thema Ausbildung in die eigene Hand zu nehmen: Die Feuerwache Albertstadt ist dabei das Ausbildungszentrum. In den nächsten Jahren sollen jeweils 22 Kameraden ihr Handwerk in Dresden lernen. Rund 300.000 Euro kostet das pro Jahr.