Zugfahrt von Chemnitz nach Berlin

Rauchende, pfeifende Kessel und hunderte Meter lange Wagonketten, das war der Alltag auf dem Karl-Marx-Städter Hauptbahnhof.

Vor circa 58 Jahren begann die Ära der Städte-Schnellzüge und auch in Chemnitz fuhr der Städteschnellverkehr täglich von Karl-Marx-Stadt nach Berlin.

Um an die Direktverbindung zu erinnern, veranstaltete das Erzgebirgsstüb’l gemeinsam mit der Erzgebirgsbahn eine Erlebnis-Tour mit einer Dampf-Lok nach Berlin.

Dazu trafen sich am Samstagmorgen zahlreiche Gäste, um an der historischen Fahrt teilzunehmen.

Mit Liedern wie „Bella Ciao“ wurden sie dabei mit Schifferklavieren und einer Wandergitarre in Empfang genommen.

Insgesamt rund 700 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil.

Der Zug hatte eine Länge von insgesamt 300 Metern, so lang, dass extra deswegen der Bahnsteig erweitert werden musste.

Pünktlich um 8.30 Uhr war dann der Startschuss nach Berlin.

Während der fahrt genossen die Gäste die wunderschöne herbstliche Landschaft, die an ihnen vorbei zog.

Außerdem kam der eine oder andere mit seinem Sitznachbarn ins Gespräch, um sich über alte Zeiten auszutauschen.

Um 12.15 Uhr kam der Schnellverkehr dann auf dem Ostbahnhof in Berlin an.

Entspannt, ohne stressige Verkehrsteilnehmer oder nicht endenden Stau, berichteten die Gäste über die Fahrt mit der Bahn und die Erinnerungen, die sie damit verbinden.

Nach der Fahrt konnten die Gäste sich insgesamt 5 Stunden in Berlin aufhalten.

Am Abend hieß es dann wieder Abfahrt nach Chemnitz, um die Strecke noch einmal zu genießen, nur diesmal im Abendlicht.