Medizinische Versorgung in Sachsens Pflegeeinrichtungen nimmt zu

Am 15. Dezember 2009 waren in Sachsen insgesamt 48.350 Personen für die Versorgung nach dem Pflegeversicherungsgesetz bei ambulanten Pflegediensten sowie in Pflegeheimen tätig.

Gegenüber 1999 gab es bei den Beschäftigten in diesem Bereich einen Anstieg von 64 Prozent. Der pflegerische Beruf ist nach wie vor eine Domäne der Frauen, sie machten einen Anteil von 87 Prozent an den gesamten Beschäftigten aus. Die Hälfte des Pflegepersonals hatte einen staatlich anerkannten Berufsabschluss als Altenpfleger/-helfer oder in der Krankenpflege.

Der Trend zur Teilzeitbeschäftigung nimmt auch im Pflegebereich zu. Der Anteil der Vollzeitbeschäftigung verringerte sich gegenüber 1999 von 44 Prozent auf 28 Prozent. Im Gegenzug erhöhte sich der Anteil der Teilzeitbeschäftigung von 49 auf 65 Prozent.
83 Prozent des Personals sahen ihre Hauptaufgabe in der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung (ambulante Pflegedienste) bzw. in der Pflege und Betreuung sowie der sozialen Betreuung und der zusätzlichen Betreuung im stationären Bereich.

Insgesamt wurden zum Stichtag durch ambulante Pflegedienste 37.087 und in Pflegeheimen 45 825 Pflegebedürftige betreut. Somit hatte im Durchschnitt jeder Beschäftigte zwei Pflegebedürftige zu versorgen.

Eine steigende Zahl von Pflegebedürftigen bedingt jedoch nicht nur mehr Personal, sondern verursacht auch höhere Kosten. In Folge dessen verteuerten sich in Sachsen „medizinische Erzeugnisse, Geräte und Ausrüstungen“ in den letzten fünf Jahren um rund acht Prozent. Für die „Unterbringung in einem Pflegeheim“ zahlt man aktuell knapp elf Prozent mehr.

Dabei traf es gesetzlich Pflegeversicherte (11,8 Prozent) finanziell härter als Privatversicherte (2,8 Prozent). Gegenteilig zeigte sich die Preisentwicklung bei „ambulanten Pflegeleistungen“
(-10,4 Prozent). Durch höhere Zuschüsse der jeweiligen Kassen sanken hier die Kosten für gesetzlich Versicherte um reichlich zwölf, die der Privaten um vier Prozent.