Mega-Demonstration gegen ACTA: 3.000 Menschen protestieren in Leipzig

Obwohl Deutschland angekündigt hat, das umstrittene Urheberrechtsabkommen ACTA nicht zu unterzeichnen, fanden am Wochenende bundesweit 60 Demonstrationen statt. Eine der größten davon in der Messestadt. +++

Unter dem Motto „ACTA ad acta“ hatten sich rund 3.000 Demonstranten auf dem Leipziger Augustusplatz versammelt, darunter größtenteils junge Menschen. 

ACTA ist ein auf Initiative der USA und Japans ausgehandelter Vertrag und regelt unter anderem die „Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums im digitalen Umfeld“.

Die Protestler forderten einen Stopp des umstrittenen Abkommens ACTA, das vordergründig den Zweck hat, Raubkopierern und Hackern leichter das Handwerk legen zu können.
Kritiker befürchten allerdings, die Initiative würde zur weitläufigen Zensur von Inhalten im World Wide Web führen.

Wenn dieser Vertrag in Kraft tritt, könnte das zu heftigen Veränderungen bei Online-Angeboten und bei der Verfolgung von Produktpiraterie führen. Auch soziale Netzwerke wie Facebook, Plattformen wie Youtube und Tauschbörsen könnte dieses Abkommen treffen.

Bereits am Freitag hatte die Bundesregierung die Vertreter des Auswärtigen Amtes instruiert, ACTA nicht zu unterzeichnen. Damit ist Deutschland einer von fünf EU-Staaten, die sich nicht dafür ausgesprochen haben.