Mehr als eine Milliarde Euro Gewerbesteuereinnahmen in Sachsen im Jahr 2010

1.068 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto) erzielten die sächsischen Kommunen im Jahr 2010. Damit überboten sie den Vorjahreswert um 102 Millionen Euro bzw. 10,6 Prozent. Nach dem Rekordwert von 2008, mit 1.168 Millionen Euro, war dies das zweitbeste im Freistaat Sachsen erreichte Jahresergebnis.

Dabei kam es im Einzelnen zu sehr unterschiedlichen Entwicklungen. So verzeichnete die Stadt Leipzig einen Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen um 9,3 Prozent, während die Städte Dresden und Chemnitz Anstiege um 18,0 Prozent bzw. 16,8 Prozent auswiesen. Die kreisangehörigen Gemeinden nahmen insgesamt 626 Millionen Euro Gewerbesteuern ein und übertrafen damit den vergleichbaren Vorjahreswert um 76 Millionen Euro bzw. 13,8 Prozent.

Mit Ausnahme des Kreisgebietes Görlitz war in allen Kreisgebieten ein Anwachsen der Gewerbesteuereinnahmen zu verzeichnen. Insgesamt wiesen zwei Drittel aller Gemeinden eine positive Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen aus. Bei den Pro-Kopf-Werten reichten die regionalen Schwankungen von 171 Euro im Erzgebirgskreis bis 297 Euro im Kreisgebiet Mittelsachsen. Die Kreisfreien Städte nahmen im Durchschnitt 346 Euro je Einwohner ein.