Mehr Fachkräfte für Sachsen

Sachsen- Am vergangenen Dienstag verabschiedete das Kabinett die neue Fachkräftestrategie 2030 für Sachsen. Die Fachkräfteallianz Sachsens gab die neue Strategie in einer „Gemeinsamen Erklärung“ bekannt.

Hintergrund für die neue Vorgehensweise ist, dass die Unternehmen nach wie vor dringend Fachkräfte suchen. Bis zum Jahr 2030 soll sich die Zahl der erwerbsfähigen Menschen um etwa 300.000 Personen verringern. Die neue Strategie umfasst zehn Ziele, die sich in vier Handlungsfelder unterteilen lassen.

Eines der Felder lautet „Fähigkeiten und Neigungen entwickeln“. Darunter wird verstanden, dass die individuelle Förderung der Schüler gesteigert werden soll, um so die Quote der Schulabbrecher zu senken. Der bundesweite Durchschnitt liegt in dem Falle bei 8 Prozent. In Sachsen beträgt die Quote jedoch zwei Prozentpunkte weniger.

Ein weiteres Handlungsfeld umfasst das Thema: „Talente gewinnen“. Dabei sei das gezielte Ansprechen von beispielsweise Hochschulabsolventen enorm wichtig, denn rund 40 Prozent der Abgänger nehmen ihre erste Arbeitsstelle außerhalb Sachsens an.

Das dritte Handlungsfeld zielt darauf ab, „vorhandene Potenziale zu nutzen“. Dabei soll jeder erwerbstätigen Person der Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht werden. Auch Gruppen wie gut ausgebildete Menschen mit Behinderung und Langzeitarbeitslose sollen nun noch stärker berücksichtigt werden.

Das letzte Feld bezieht sich auf die Fachkräftebindung. Unter dem Thema „Arbeitsplätze attraktiver machen“, soll es zu einer Erhöhung der Weiterbildungsquote (aktuell 39 Prozent in Sachsen) kommen. Außerdem wird auf eine höhere Flexibilität hingearbeitet, damit Berufs- und Privatleben besser miteinander vereinbar werden.

„Wir stehen im Wettbewerb um das wertvollste Potenzial für den Freistaat Sachsen – gut ausgebildete, sozial kompetente und kreative Menschen.“, so Martin Dulig, sächsischer Wirtschafts- und Arbeitsminister. Für ihn ist die neue Fachkräftestrategie ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Freistaates.