Mehr Geld für Sachsens Unis

Dresden - Mehr Geld für ein erfolgreiches Studieren: Die 14 sächsischen Hochschulen werden seit dem Wintersemester 2015/16 mit zusätzlichen Mitteln für Projekte unterstützt, die den Studienerfolg verbessern helfen. Waren bisher dafür aus Hochschulpaktmitteln 56 Millionen Euro eingeplant, wird diese Summe nun um 20 Millionen Euro erhöht. Die mögliche Laufzeit für die Projekte wird bis 2023 verlängert. Die Hochschulen können die Gelder bis 15. November 2018 beantragen.

Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Mit den zusätzlichen Mitteln unterstützen wir unsere Hochschulen bei ihrem Ziel, die Studierenden zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen. Es geht darum, Studienabbruch vorzubeugen, möglichst innerhalb der Regelstudienzeit zu studieren und ein hohes fachliches Niveau zu erreichen. Da die Voraussetzungen der Studierenden oftmals sehr unterschiedlich sind, ist das für die Hochschulen eine große Herausforderung.“
Gefördert werden beispielsweise Brückenkurse, Übungen und Einführungsvorlesungen in Fächern, die eine hohe Barriere für Studierende darstellen, wie z. B. Mathematik und Physik, Tutorien durch Studierende höheren Semesters, Mentoring durch Berufstätige und ehramtlich Tätige, Studienmodelle, die frühzeitige Praxiserfahrungen ermöglichen oder Maßnahmen zur besseren Integration ausländischer Studierender.

© Sächsische Staatskanzlei | Pawel Sosnowski

53 Projekte laufen bisher an den 14 sächsischen Hochschulen erfolgreich und werden teilweise in diesem Jahr abgeschlossen. Darüber hinaus werden 24 Projekte, die den Studienerfolg verbessern helfen, mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Aus Mitteln des ESF stehen dafür bis zum Jahr 2020 rund 13 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Projekte sind Teil der Studienerfolgsstrategie, nach der die sächsischen Hochschulen den Stand des Studienerfolges evaluierten und Konzepte für einen besseren Studienerfolg erarbeiten.

* Das Projekt „openMINT - MINT-Orientierungsstudium“ an der Westsächsischen Hochschule Zwickau beispielsweise hilft durch ein einjähriges Orientierungsstudium in den MINT- Studienfächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) bei der Studienwahl. Es führt die Interessierten an die tatsächlichen Studieninhalte heran und bereitet auf ein MINT-Studium vor. Für die Dauer von zwei Semestern können die Studierenden die Hochschule, die einbezogenen MINT-Studiengänge und das Studium an sich kennenlernen. Somit können sich die Studierenden ausprobieren und austauschen, um das für sie geeignete MINT-Studienfach herauszufinden.

https://www.fh-zwickau.de/lehre/projekte/openmint/

* Mit dem Projekt „Plan A - Forum Studienerfolg“ unterstützt die Universität Leipzig Studierende dabei, ihr Studium erfolgreich zu absolvieren. Ein Online-Workshop zur Studienwahl beispielsweise hilft bei der Entscheidung für ein geeignetes Studienfach. Im Rahmen des Projektes wird auch die „Beratung bei Zweifeln im Studium und Abbruchgedanken“ in der Zentralen Studienberatung sowie im Akademischen Auslandsamt der Universität Leipzig angeboten.

https://www.uni-leipzig.de/studium/angebot/projekt-plan-a.html

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst