Mehr Geld vom Freistaat für Integration von Schülern mit Migrationshintergrund

Für die Integration von Schülern mit Migrationshintergrund erhalten sächsische Schulen in den kommenden zwei Jahren zusätzlich 5,7 Millionen Euro. Die Zahl mehrsprachig aufwachsenden Schüler ist in Sachsen auf rund 3000 gestiegen.+++

Der Freistaat will mehr Geld für die Unterstützung von Schülern mit Migrationshintergrund bereitstellen.Das gab Kultusministerin Brunhild Kurth am Montag bekannt. An einer Dresdner Grundschule machte sie sich ein Bild davon, wie Schüler aus anderen Ländern in den Unterricht integriert werden.

Kultusministerin Brunhild Kurth beim Besuch der 102. Grundschule am Montagvormittag in der Dresdner Johannstadt. Besonders interessieren sie Deutschkenntnisse der Kinder einer sogenannten „DaZ-Klasse“, also mit Deutsch als Zweitsprache.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der zwei- und mehrsprachig aufwachsenden Schüler in Sachsen um mehr als 70 Prozent gestiegen. Derzeit sind es etwa 3000 Kinder. Für die Integration dieser Schüler hat der Freistaat Sachsen 5,7 Millionen Euro zusätzlich in den kommenden zwei Jahren zugesagt.

Der wachsenden Zahl an Kindern mit ausländischer Herkunft in Sachsen sieht die Kultusministerin gelassen entgegen.

Von den knapp 260 Schülern der Grundschule Johanna, besuchen 95 eine „DaZ-Klasse“. Die Kinder werden nach ihren Kenntnissen verschiedenen Klassenstufen zugewiesen. Schrittweise werden sie mit Regelklassen zusammengeführt, um in Mathe und Deutsch bzw. in Nebenfächern allmählich ihre Deutschkenntnisse auszubauen.

Viel Potential sieht die Grundschulleiterin in den Kindern der „DaZ-Klassen“.

Letztlich hat sich auch beim Besuch der Kultusministerin wieder gezeigt: Egal ob Michelle, Rajana oder Meta. Auf die Frage nach der Lieblingsspeise antworten Kinder unabhängig vom Migrationshintergrund: Pizza und Spaghetti.

Im Video sehen Sie die Interviews mit Brunhild Kurth (CDU), Sächsische Kultusministerin & Angelika Wenk, Schulleiterin 102. Grundschule Dresden.