Mehr „Grüne Klassenzimmer“ in Sachsen

Bei der praktischen Umweltbildung in den sogenannten „Grünen Klassenzimmern“ setzt Sachsen künftig stärker auf enge Kooperationen von Schulen und Kleingartenvereinen.

Vor allem die Kinder in den Städten sollen davon profitieren.

„Nicht alle Schulen haben einen eigenen Schulgarten oder die Natur direkt vor der Haustür. Deshalb ist eine Kooperation mit lokalen Kleingartenvereinen eine sehr gute Möglichkeit, den Kindern die Natur näher zu bringen und wichtiges Praxiswissen über unsere Umwelt zu vermitteln“, sagte Landwirtschaftsminister Frank Kupfer heute bei einem gemeinsamen Besuch mit Vertretern des Landesverbandes der Kleingärtner Sachsen e. V. des „Kräutergartens“ in Torgau. „Ich würde mich daher sehr freuen, wenn künftig noch weitere derartige Bündnisse entstehen“, so Kupfer weiter.

Der „Kräutergarten“ ist eine Gemeinschaftsaktion von Grundschülern und dem Kleingartenverein „Eilenburger Straße“ e. V. in Torgau. Im Rahmen des Projektes hat der Verein eine leer stehende Kleingartenparzelle kostenlos zur Verfügung gestellt und dort einen Kräutergarten eingerichtet.
Diese wird seit Juni dieses Jahres von den Mädchen und Jungen der benachbarten Grundschule am Rodelberg als Grünes Klassenzimmer genutzt.

„Das Projekt bringt damit beiden Seiten einen Vorteil. Der Verein beräumt einen verlassenen, verwilderten Kleingarten. Gleichzeitig wird bei den Kindern das Interesse für unsere Natur und Umwelt geweckt“, erklärte Kupfer.Als Grüne Klassenzimmer werden Naturerlebnisräume bezeichnet, die Schülern praktische Erfahrungen in der Natur ermöglichen.

In urbanen Ballungsräumen gelten öffentliche Grünflächen, zu denen Kleingartenanlagen und Schulgärten gehören, oftmals als die letzten Refugien, in denen Kinder unter Anleitung Erwachsener Naturerfahrungen in ihrer näheren Wohnumgebung sammeln können. Außerdem weckt der Unterricht in der freien Natur häufig das Interesse für die „grünen“ Berufe.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

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