Mehr Insolvenzverfahren in Sachsen

Die Anzahl der Insolvenzverfahren stieg in den ersten drei Quartalen 2009 in Sachsen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gut 4 Prozent an.

Dabei stiegen sowohl die Zahl der Unternehmensinsolvenzen (6,5 Prozent mehr) als auch die der privaten Personen und Nachlässe (3,6 Prozent mehr). Die von den Gläubigern angemeldeten Forderungen betrugen in Sachsen im Berichtszeitraum 2009 fast 1,1 Milliarden €, die durchschnittlichen Forderungen je Verfahren rund 160 000 € (Vorjahreszeitraum: knapp 1,3 Milliarden €). Obwohl die Zahl der Insolvenzverfahren insgesamt um gut 4 Prozent anstieg, gingen die angemeldeten Forderungen um fast 17 Prozent zurück.

Von den insgesamt 6 554 Insolvenzverfahren betrafen 1 485 Verfahren Unternehmen und 5 069 Verfahren private Personen und Nachlässe.

Knapp 88 Prozent der Insolvenzverfahren (5 750 Verfahren) wurden eröffnet.

Am stärksten von der Unternehmensinsolvenz betroffen waren das Baugewerbe mit 25 Prozent und der Wirtschaftsbereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit knapp 16 Prozent.

Weiterhin war der Anteil der jungen Unternehmen mit weniger als acht Jahre wirtschaftlicher Tätigkeit mit gut 59 Prozent am größten. Die höchste prozentuale Steigerung hatte jedoch die Gruppe der insolventen Unternehmen, die acht und mehr Jahre wirtschaftlich tätig waren, mit 7,3 Prozent Zunahme gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen.

Quelle: StaLa Sachsen

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar