Mehr Kies am Bau – Löhne für Bauarbeiter steigen

Dresden - Rund 200 Euro mehr im Monat gibt es ab sofort für gelernte Maurer, Straßenbauer & Co. Das ist das Ergebnis der Tarifrunde zwischen IG BAU und Arbeitgebern. In Dresden profitieren vom Rekord-Plus in Höhe von 6,6 Prozent fast 4.640 Bauarbeiter. Die Gewerkschaft rät: Beschäftigte sollen jetzt ihre Lohnabrechnung prüfen.

Rückwirkend zum Mai steigen die Löhne um 6,6 Prozent. Ein gelernter Maurer oder Straßenbauer kommt nun auf einen Stundenlohn von 19,35 Euro. Am Monatsende sind das 209 Euro mehr als bisher. Darauf hat die IG BAU Dresden hingewiesen. Die Gewerkschaft rät: „Bauarbeiter sollten bei der Juni-Abrechnung, die bis Mitte Juli im Briefkasten ist, genau hinschauen: Spätestens jetzt muss das Lohn-Plus draufstehen. Und wer für den Mai noch keine Erhöhung bekommen hat, der erhält im Juli ein doppeltes Plus – nämlich für den Mai und den Juni“, so Jörg Borowski.
Der IG BAU-Bezirksvorsitzende spricht von einem „riesigen Schritt“ für Tausende Beschäftigte in der Region: „Die Bauwirtschaft erlebt einen Boom. Die Auftragsbücher sind voll – viele Firmen kommen mit dem Bauen kaum hinterher. 

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Jetzt erhalten auch die einen fairen Anteil, die täglich auf dem Gerüst die Knochen hinhalten.“ Das Lohn-Plus ist das Ergebnis der letzten Tarifrunde zwischen IG BAU und Arbeitgebern. Die Verhandlungen standen mehrfach kurz vor dem Scheitern – und die Branche vor einem Streik. Am Ende entschied eine Schlichtung.

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Danach steht bereits im nächsten Jahr ein weiteres Lohn-Plus für Bauarbeiter an. Zudem gibt es eine Einmalzahlung von 250 Euro. Bis zum Jahr 2020 wird schrittweise ein bundesweites 13. Monatseinkommen eingeführt. Azubis bekommen in jedem Ausbildungsjahr 60 Euro mehr pro Monat. Außerdem haben sie Anspruch auf einen Fahrkosten-Zuschuss von 60 Euro für den Weg zur Berufsschule, wenn sie in eine Landes- oder Bundesklasse gehen. „Für Schulabgänger in Dresden wird eine Ausbildung auf dem Bau damit viel attraktiver“, sagt Gewerkschafter Borowski. Die IG BAU Dresden appelliert an alle Bau-Beschäftigten, sich über die Neuerungen genau zu informieren. „Der Tarifvertrag läuft bis Frühjahr 2020 – da kann einem viel Geld durch die Lappen gehen“, so Borowski.