Mehr Sicherheit und Freiraum an Reichenhainer Straße

Die Verkehrssituation auf der Reichenhainer Straße in Höhe des Städtischen Friedhofs ist für Fußgänger, Rollstuhlfahrer und auch Radfahrer bisher oft unbefriedigend.

Das Tiefbauamt der Stadt hat deshalb Beobachtungen sowie auch Hinweise und Beschwerden insbesondere von Fußgängern und Rollstuhlfahrern zum Anlass genommen, ein Verkehrskonzept zu erarbeiten, das die Situation von Fußgängern und Rollstuhlfahrern stärker berücksichtigt und künftig mehr Sicherheit und auch Freiraum für diese Gruppen der Verkehrsteilnehmer bietet.

Berücksichtigt wurde bei der Erarbeitung des Konzeptes auch die Tatsache, dass die Verkehrsbelegung (Kraftfahrzeugverkehr) auf der Reichenhainer Straße in Höhe Friedhof in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen ist – zum Vergleich: wurden 2001 hier ca. 25.000 Fahrzeuge pro Tag gezählt, waren es 2009 nur ca. 14.000 Fahrzeuge.

Zur Umsetzung des Verkehrskonzeptes wird im September der gesamte Straßenraum zwischen Wartburgstraße und Augsburger Straße wie folgt neu geordnet:

– beidseitiges Längsparken (Parken am Fahrbahnrand bzw. halb auf dem Gehweg);
– beidseitige Radfahrstreifen als Anschlussmarkierung an die bereits stadtwärts vorhandenen;
– Reduzierung der Fahrspuren von vier auf zwei;
– Erweiterung des Parkens bis an die Wartburgstraße (Kurzzeitparken).

Durch die bisher zeitweise oft sehr hohe Frequenz von im Bereich des Städtischen Friedhofs an der Reichenhainer Straße nach einer Parkmöglichkeit für ihr Fahrzeug suchenden Fahrzeugführern – überwiegend Besucher des Friedhofs – wurde in diesem Bereich bisher das Parken auf dem Gehweg für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 2,8 Tonnen durch die Stadt Chemnitz/Verkehrsbehörde erlaubt. Durch entsprechende Verkehrszeichen ist bildlich angeordnet, wie die Fahrzeuge hier aufzustellen sind.

Insbesondere auf dem stadtwärts rechten Gehweg kommt es aber dadurch häufig zu Behinderungen oder sogar Gefährdungen der Fußgänger. Zwar ist an Ort und Stelle Senkrechtparken ausgewiesen, doch leider beachten die Fahrzeugführer oft nicht, den Bewegungsraum für Fußgänger freizuhalten und nutzen den Gehweg in voller Tiefe. Nicht selten wurde zum Beispiel beobachtet, dass Fußgänger und Rollstuhlfahrer auf die Fahrbahn ausweichen mussten, da keine durchgängige Begehbarkeit möglich war.

Ziel des Konzeptes, das im Monat September umgesetzt werden soll, ist es, für Fußgänger, Rollstuhlfahrer und auch Radfahrer die Verkehrssicherheit im Bereich Reichenhainer Straße in Höhe des Städtischen Friedhofs zu erhöhen und zugleich das vor Ort notwendige Parkraumangebot für die Autofahrer zu erhalten (siehe oben).

Quelle: Stadt Chemnitz