Mehr Unterstützung für Chemnitzer Schulen geplant

Die steigenden Asylbewerberzahlen wirken sich in Chemnitz auch auf die Bildungseinrichtungen aus.

Mit der Lösung der drängendsten Probleme hat sich ein Runder Tisch der Jugendhilfe beschäftigt, der aus Vertretern der Stadt, der Bildungsagentur und weiteren Akteuren besteht.

In diesem Jahr wurden bereits mehr als 300 Flüchtlinge unter 18 Jahren aufgenommen, die entweder einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz besitzen oder der Schulpflicht unterliegen.

Derzeit stehen drei Oberschulen und zwei Grundschulen für spezielle Klassen, die Deutsch als Zweitsprache unterrichten zur Verfügung.

Dazu gehört unter anderem die Charles-Darwin-Grundschule im Stadtteil Markersdorf.

Aufgrund der weiter steigenden Flüchtlingszahlen soll noch ein weiterer Grundschulstandort in Chemnitz gefunden werden.

Interview: Jörg Heynoldt, Leiter Regionalstelle Chemnitz d. Sächs. Bildungsagentur

Haben die Kinder von Asylbewerbern das erforderliche Niveau der deutschen Sprache erreicht, werden sie im normalen Unterricht integriert.

Zur Unterstützung der Flüchtlingskinder, aber auch aller anderen Schüler, sollen in den Einrichtungen Schulsozialarbeiter eingesetzt werden.

Interview: Gunda Georgi, Leiter Kinder- und Jugendamt Chemnitz

Um den Bedarf an geeigneten Lehrkräften zu decken laufen laut Bildungsagentur derzeit spezielle Qualifizierungsprogramme.

Angehende Lehrer mit der Qualifikation „Deutsch als Zweitsprache“ hätten nahezu eine Einstellungsgarantie.

Der Schulalltag mit den Kindern der Asylbewerber gestalte sich nach der Meinung der Experten zwar nicht unproblematisch – die Motivation der Schüler und ihrer Eltern sei aber besonders hoch.

Interview: Jörg Heynoldt, Leiter Regionalstelle Chemnitz d. Sächs. Bildungsagentur

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig nahm noch einmal den Freistaat Sachsen in die Pflicht.

Bei der Unterbringung und Betreuung von Asylbewerbern würden Kommunen wie die Stadt Chemnitz in Vorleistung gehen.

Die entsprechenden Finanzzuschüsse müssten von der Landesregierung deutlich erhöht werden.

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